Die Stadt platzte aus allen Nähten

Kulinarisches Wochenende, Trödelmarkt und der verkaufsoffene Sonntag sorgten bei sommerlichem Wetter für einen Riesentrubel rund um den Burscheider Marktplatz.

Burscheid. Die Sonne lachte vom Himmel und ganz Burscheid schien auf den Beinen zu sein, als am Wochenende die Wirtschafts- und Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ zum Kulinarischen Wochenende auf den Marktplatz eingeladen hatte. Auch die Einzelhändler durften ihre Geschäfte gestern Nachmittag öffnen und die Trödlermeile reichte vom Markt bis hinter die Kirchenkurve.

Die Stadt platzte aus allen Nähten
Foto: Doro Siewert

Und ganz gleich, ob man Herzhaftes oder Süßes bevorzugte, das Angebot der regionalen Anbieter war enorm. „Wir sind ein bisschen im Stress“, sagte Petra Wengenroth, die am Stand des Hegerings Burscheid Wildgulasch und mehr ausgab. „Gestern hatten wir schon gut zu tun, aber heute Mittag läuft‘s noch besser.“

Petra Wengenroth

400 Würstchen gingen hier über die Theke, 95 Liter Hirsch- und Wildschweingulasch ebenfalls. Schlange standen die Menschen auch vor den Cramer Stuben aus Blecher, die Flammkuchen und Bergische Waffeln verkauften. Der Thomashof hatte Käsespezialitäten im Angebot, bei der Konditorei Frank gingen der Pflaumenkuchen und frisch gebrühter Kaffee weg wie nichts. Die Besucher saßen auf langen Holzbänken in der Sonne oder gemütlich in weißen Zelten zusammen. An zwei Ständen konnte Wein gekostet werden und Uwe Nickut hielt seine üppig belegten Bergischen Burger bereit. Zusätzlich gab es an seinem Stand Wurstspezialitäten, Grünkohl mit Mettwurst zum Mitnehmen im Glas und frisch gegrillten Fisch. Nachbarn, Bekannte oder auch Schulfreunde trafen sich, plauderten miteinander, genossen den herrlichen Herbsttag und machten ein Event für die ganze Familie daraus.

Davon profitierten auch die Trödler, deren Tische gut gefüllt waren. „Was wollen Sie dafür haben“, das war wohl die meist gestellte Fragen an diesem Sonntag. Angefangen bei farbenfrohen, auf Leinwand gemalten Bildern, die auf dem Mäuerchen an der Kirche stehen, über Kinderfahrräder, Schallplatten und Gitarren bis hin zu Porzellan, ausrangierter Kinderkleidung und Kisten voller Bücher war die Auswahl groß. Und es wird gehandelt was das Zeug hält. „Ich bin zufrieden. Es läuft gut“, sagte die Burscheiderin Sandra Synofzik, die zwei oder dreimal im Jahr auf den Trödel geht. Sie hatte ihren Kleiderschrank durchforstet, bunten Modeschmuck von der Oma und Bücher dabei.

Auch die Geschäftsleute hatten ihre Türen einladend geöffnet und die Kunden ließen nicht lange auf sich warten. „An den verkaufsoffenen Sonntagen haben wir eigentlich immer gut zu tun. Sehen es auch ein bisschen sportlich als Werbeveranstaltung“, sagt Anastasia Vasilakopoulou, die in ihrem Geschäft „liebevoll“ Mode, Wohnaccessoires und Kinderkleidung verkauft.

Die Stammkundschaft würde auch an solchen Tagen in ihr Geschäft kommen, aber eben auch neue Kunden von außerhalb. Die kommen oft erst einmal nur zum Gucken, aber das ist ja auch in Ordnung. Das macht uns bekannter“, weiß die Unternehmerin die Vorteile eines verkaufsoffenen Sonntags durchaus zu schätzen.