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Deutzer Hafen wird buntes Viertel

Deutzer Hafen wird buntes Viertel

Der Plan für den ehemaligen Industriehafen geht nun in die formelle Beratung.

Köln. Die Stadt legt nach umfassender Beteiligung der Bürger und intensiven Vorplanungen jetzt für das Gebiet des Deutzer Hafens formell den sogenannten „Integrierten Plan Deutzer Hafen“ den Ratsgremien zur Beratung und späteren Entscheidung vor. Das Plangebiet des Deutzer Hafens in innerstädtischer Lage direkt am Rhein hat seine Rolle als Industriehafen weitestgehend verloren. Der Integrierte Plan sieht für das Gebiet die Entwicklung eines lebendigen, bunten und urbanen Stadtviertels zum Wohnen und Arbeiten vor.

Geplant sind dort Wohnungen für rund 7000 Menschen, Büros für 6000 Arbeitsplätze sowie kulturelle und soziale Nutzungen. Vielfältige Wohnformen sollen angeboten werden mit öffentlich geförderten Wohnungen, frei finanzierten, Eigentums- und Mietwohnungen, Baugruppen- oder Genossenschaftswohnungen. Das Quartier soll zudem eine attraktive und breite Mischung an Nutzungen für den Dienstleistungssektor, Büros, Handel, Nahversorgung, Gastronomie, Freizeit und Kultur sowie eine gute soziale Infrastruktur bieten.

„Der Deutzer Hafen gehört zu den wichtigsten Entwicklungsgebieten der Stadt und ist gleichzeitig auch ein weiterer Schub für die rechtsrheinische Stadtentwicklung. Hier ist — auch im intensiven Austausch mit den Bürgern — ein Mix verschiedener Nutzungen entwickelt worden, der aus einer industriegeprägten Fläche ein attraktives und vielfältiges Wohn-, Arb+eits- und Aufenthaltsgebiet macht. Ich hoffe, dass der Rat unserem Vorschlag zustimmt“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Der „Integrierte Plan“ besteht aus einem Lageplan und einem Handbuch (Quartiers-buch), der alle relevanten Informationen zu den intensiv bearbeiteten Themengebieten wie Wohnen, Arbeiten, Bauen, soziale und kulturelle Infrastruktur, Freiraum und Mobilitätskonzept enthält. Er behandelt ebenso technische Themen wie den Umgang mit Hochwasser, Lärm und Altlasten und gibt einen Ausblick auf das weitere Verfahren. Das Ko-penhagener Architekturbüro Cobe hat den Plan unter einer umfassenden und regen Beteiligung der Kölner Stadtgesellschaft erstellt. Er ist das Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses in enger Abstimmung mit der städtischen Entwicklungsgesellschaft „mo-derne stadt“, den Fachämtern der Stadt sowie externen Fachgutachtern. Der Integrierte Plan, der nun vom Stadtentwicklungsausschuss beraten und im Herbst vom Rat beschlossen werden soll, dient als Grundlage für die darauf folgende Bauleitplanung.

Dazu wird außerdem vorgeschlagen, den Flächennutzungsplan auf diese Ziele hin anzupassen und parallel den notwendigen Bebauungsplan aufzustellen. Die Ergebnisse der Fachgutach-ten, allen voran die Verkehrsuntersuchungen und das Mobilitätskonzept, fließen in den Planungsprozess ein. Sobald die Untersuchungen und Prüfungen zum Thema Verkehr vorliegen, soll die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, voraussichtlich im vierten Quartal, stattfinden.