Der 62-Jährige will Jüngere ans Ruder lassen: Deppe kandidiert nicht mehr als CDU-Kreisvorsitzender

Der 62-Jährige will Jüngere ans Ruder lassen : Deppe kandidiert nicht mehr als CDU-Kreisvorsitzender

Der 62-jährige gibt Jüngeren den Vortritt. Den Wahlkreis will der Landtagsabgeordnete aber nochmal gewinnen.

Rainer Deppe kandidiert nicht mehr als CDU-Kreisvorsitzender. Bei der im kommenden Jahr turnusgemäß stattfindenden Neuwahl des Gremiums werde er nach zwölf Jahren an der Spitze nicht mehr antreten.

Hintergrund für die Entscheidung sei die seiner Meinung nach notwendige Verjüngung der Kreispartei auch an der Spitze. Deppe ist 62 Jahre alt.  „Wir wir jetzt alle wichtigen Personalentscheidungen in unserer Kreispartei getroffen“, sagt der Landtagsabgeordnete nicht zuletzt mit dem Hinweis auf den neuen Kreisgeschäftsführer. Lennart Höring war in der jetzigen Sitzung des CDU-Kreisvorstands zum Nachfolger von Thomas Frank bestimmt worden. „Das ist der richtige Zeitpunkt, jetzt auch Veränderung an der Spitze der Kreispartei anzugehen“, erläutert Deppe. Die Kreispartei befinde sich in einem guten Zustand und man habe mittlerweile eine Reihe von Persönlichkeiten aufgebaut, „um rechtzeitig vor den nächsten Wahlen die Führung unserer Kreispartei in neue, auf jeden Fall jüngere als meine Hände legen zu können. Die nächsten Monate haben wir ausreichend Zeit, die Nachfolge offen, fair und unter breiter Beteiligung der Mitglieder anzugehen.“

Die große Resonanz der aktuell stattfindenden Regionalkonferenzen zeige, wie sehr die CDU-Mitglieder daran interessiert seien, sich an der Auswahl des Führungspersonals zu beteiligen. Deppe: „Dieses Interesse sollten wir auch bei uns aufnehmen. Deshalb plädiere ich dafür, dass sich alle potentiellen Kandidaten für den Kreisvorsitz in allen Stadt-/Gemeinde- und Ortsverbänden und in allen Vereinigungen den Mitgliedern vorstellen, bevor die Entscheidung auf dem nächsten Kreisparteitag fällt. Diesen Prozess werde ich moderieren.“

Der Wechsel an der Spitze des Kreisverbandes bedeute für ihn keineswegs den Abschied aus der Politik. „Meine öffentlichen, mir von den Wählerinnen und Wählern übertragenen Mandate im Kreistag und im Landtag werde ich genauso intensiv wahrnehmen wie bisher. Viermal habe ich den Landtagswahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis II direkt gewonnen. Ich habe mir vorgenommen, diesen Wahlkreis auch beim nächsten Mal wieder direkt zu gewinnen.“ hmn

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