Jeck: „Das Büdchen war und ist für mich Heimat“

Jeck : „Das Büdchen war und ist für mich Heimat“

Beim Wettbewerb „Fest in Gold“ trifft sich die kölsche Prominenz in der Handwerkskammer.

Unikatsorden gefertigt vom Nachwuchs des Gold- und Silberschmiedehandwerks gibt es beim „Fest in Gold“ bei der Kölner Handwerkskammer am Heumarkt. Bereits ihren siebten Orden hat Fabia Telkmann entworfen und umgesetzt. Es ist ein goldener Löffel, der Prinz Christian II. verliehen wurde. „Ich habe gehört, dass der Prinz gerne Nutella isst. Da fand ich, dazu braucht er einen royalen Löffel. Mir macht es Spaß, mit Metall zu arbeiten“, sagt die Studentin.

An Stefanie Schuderla ging der erste Preis des Wettbewerbs in der Kategorie „exzellente Idee“ für ein Büdchen als Orden. „Das Büdchen ist für mich Heimat. Ich bin oft in Deutschland und in Köln umgezogen. Das Büdchen habe ich immer mit dem Zuhause gleichgesetzt. Da hat man seine erste Tüte Süßkram gekauft, die erste Packung Zigaretten oder das erst Bier. Bei uns im Betrieb hat der Wettbewerb schon Tradition. Da kann man tolle neue Dinge ausprobieren.“ Der zweite Platz ging an Lisa Leuchtenberg. „Ich habe mir überlegt, wer den Takt vorgibt für das Hätz, das im Veedel schlägt. Für mich ist das der Dicke Pitter im Dom – das Motiv meines Ordens.“ Verliehen bekamen die Orden unter anderem OB Henriette Reker, Ford-Chef Gunnar Herrmann, Sportlegende Ulrike Nasse-Meyfarth, Kreissparkassenchef Alexander Wüerst, Fernsehkoch Björn Freitag, Dombaumeister Peter Füssenich und das Dreigestirn.

Es gibt Menschen, ohne die der Karneval in den Sälen so nicht funktionieren würde. Einer davon ist bei den Kölschen Grielächern Bernd Krömpke. Er ist seit 38 Jahren Mitglied bei der Karnevalsgesellschaft. Seit 30 Jahren sitzt er im Elferrat und seit 20 Jahren ist er Flaggeträger und als Zugwart verantwortlich für den Rosenmontagszug. Damit aber nicht genug. Bernd Krömpke baute bei der Mädchersitzung der KG im Maritim bereits zum 200. Mal das Elferratsgestühl auf und auch wieder ab. Das heißt, er arbeitet vor der Sitzung, sitzt im Elferrat und baut nach der Sitzung das Gestühl wieder ab.

Zu den Kultsitzungen im Kölner Karneval zählt die Kostümsitzung von Rocholomäus im Sartory. Karten dafür zu bekommen scheint fast unmöglich, so schnell ist die Veranstaltung immer wieder ausverkauft. Passend zum Veedels-Sessionsmotto haben die Verantwortlichen in diesem Jahr die Eröffnung gestaltet. 15 Veedelsvereins aus Ehrenfeld, Ossendorf und Bickendorf, als der Heimat der KG, zogen mit dem Elferrat ins Sartory ein und präsentierten sich auf der Bühne. Begleitet wurde der Einzug von den Spielmannszügen der Ihrefelder Cheyenne und Bunt-Wiess Bickendorf. Von der Musiklegende Ludwig Sebus gab es dazu die passende musikalische Unterstützung. Nach dem Auszug eroberten dann die Bläck Fööss mit ihrer Veedelshymne die jecke Bühne und ihr Publikum im Saal.

Im Theater am Tanzbrunnen feierte die Kajuja ihre zweite „Jeck es Jeil“-Sitzung. Für Alex Meyer, den Bassisten von Planschemalöör, gab es ein kleines Baby-Geschenk. Ihre letzte Session als Mariechen bei den Rheinmatrosen absolviert gerade Patricia Bauer – seit stolzen 33 Jahren ist sie auf den Bühnen der Stadt unterwegs. Als Vorstandsmitglied der Kajuja und als Trainerin der Rheinmatrosen Minis bleibt sie dem jecken Treiben in Köln erhalten. Den Nachwuchspreis der Kajuja bekam in diesem Jahr „Ne Spätzünder“, der auch am Donnerstagabend sein Publikum im Theater am Tanzbrunnen begeistern konnte.