Café Nostalgie feiert Jubiläum

Café Nostalgie feiert Jubiläum

Andrea Stenzel und Wolfgang Krupp sangen Melodien aus der Welt des Schlagers und der Operette.

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p class="text"><strong>Burscheid. In seiner Rolle als Kaffeehausbesitzer hat Conférencier Gottfried Busch am Sonntag bereits zum zehnten Mal ins Café Nostalgie geladen. Das Erfolgsrezept wurde für dieses kleine Jubiläum aber nicht verändert. Das Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Hilgen-Dünweg war wieder in ein Kaffee-Haus im Stile der 30er Jahre verwandelt und wie es sich gehört, gab es auch Kaffee und Kuchen, bevor die Sänger loslegten. Gesänge von der Liebe und von der Sehnsucht nach Wien wurden diesmal präsentiert. Die Solisten des Nachmittags, Andrea Stenzel (Sopran) und Wolfgang Krupp (Bariton), begleitete Kantorin Silke Hamburger einfühlsam am Flügel; Tenor Heie Erchinger konnte wegen einer Erkrankung nicht auftreten.

Ein weiterer Protagonist: Eduard der singende Papagei

Den Reigen eröffnete Andrea Stenzel, die - wie zuvor vom Conférencier angekündigt - mit ihrem "aromatischen Sopran" "Ja, das ist meine Melodie" zu Gehör brachte und damit augenblicklich die Stimmung beschwingter Kaffeehausmusik aufkommen ließ. Es schloss sich der erste Auftritt Wolfgang Krupps an, der eigens für seine Arie in eine Uniform geschlüpft war und mit "kraftvollem Bariton" in "Ach, ich hab’ sie doch nur auf die Schulter geküsst" von seinem harten Schicksal berichtete: Die geküsste Dame schlug ihm den Fächer ins Gesicht.

Als dritter Protagonist wurde nun mit "Keiner singt wie Eduard" ein Papagei eingeführt, den man anschließend fieberhaft suchte. Dazu sang Wolfgang Krupp die Papageno-Arie "Der Vogelfänger" aus Mozarts Zauberflöte und brachte mit seinem darstellerischen Talent Opernluft auf die Kaffeehausbühne.

Die Texte wurden vom Conférencier stets mit den Sängern in Verbindung gebracht, wodurch den besungenen Liebeswirrungen Gestalt verliehen wurde und sich eine Geschichte entspann: Während die beiden Sänger gerade "in den Himmel hinein" tanzten, blieben sie nicht "allein".

Mit einem "Rollentausch" - Silke Hamburger und Gottfried Busch sangen "Schenkt man sich Rosen in Tirol" zur Klavierbegleitung von Andrea Stenzel - endete das gelungene Programm.

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