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Beratung: Beratungsstellen bieten wieder persönliche Hilfe

Beratung : Beratungsstellen bieten wieder persönliche Hilfe

„Schön, dass Sie wieder da sind!" Diesen Satz haben die Berater der drei Beratungsstellen des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region in den vergangenen Tagen häufig gehört. Weil sich die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt hat, können nun auch die Berater mit den Ratsuchenden wieder im direkten Kontakt von Angesicht zu Angesicht sprechen.

„Seit Beginn des Lockdown am 23. März waren persönliche Kontakte nicht mehr möglich“, berichtet Monika Solich. Die Diplom-Sozialpädagogin ist Mitarbeiterin der Evangelischen Beratungsstelle in Köln. Für viele Klienten bedeutete das nach ihrer Erfahrung eine große Umstellung. Viele von ihnen befanden sich gerade in Trennungs- und Scheidungsphasen, existentiellen Lebenskrisen oder waren angesichts der Pandemie mit schwierigen Familienproblemen belastet.

Zwar wurden viele Beratungen telefonisch weitergeführt, in der Regel konnten aber nur ganz akute Probleme und Fragen besprochen werden. „Unsere Paarberatungen und die Angebote für Kinder und Familien mussten hingegen ruhen“, sagt Oliver Fina, Kommissarischer Leiter der Evangelischen Beratungsstellen in Köln und Region. „Wir haben versucht, das Angebot über Telefon- und Videoberatung weiter aufrecht zu halten. Unsere Erfahrung hat aber gezeigt, dass diese virtuellen Angebote längst nicht bei allen auf Akzeptanz gestoßen sind, was wir gut verstehen können.“

Für die Berater der Evangelischen Beratungsstelle in Köln war es daher wichtig, möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb zurückkehren zu können. Dafür gelten strenge Regeln zur Hygiene, die Gespräche im direkten Kontakt wieder ermöglichen. Auch wenn sich Berater und Klienten nicht die Hand geben dürfen und die Stühle weiter auseinanderstehen, können nun wieder einzelne Personen sowie Paare und Familien mit bis zu drei Personen im direkten Gespräch beraten werden. „Beratungsarbeit ist immer Beziehungsarbeit. Nur in einer vertrauensvollen Beziehung können Menschen sich öffnen und längerfristig auf Veränderungsprozesse einlassen“, sagt Fina weiter. „Der direkte Kontakt im persönlichen Gespräch bildet die Grundlage dazu. Die Aufgabe von Beratungsstellen besteht darin, einen geschützten Raum dafür herzustellen – gerade in Krisenzeiten.“

Für Neuanmeldungen und Fragen können sich Interessierte an die Evangelische Beratungsstelle unter Telefon 0221/2577461 wenden. Das Beratungsangebot ist kostenlos.

www.beratungsstelle-koeln.de