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Beim Gassigehen nur knapp brechendem Ast ausgewichen

Beim Gassigehen nur knapp brechendem Ast ausgewichen

Planungsamt: Sowas hören wir zum ersten Mal. Jetzt wird erneut nachgesehen und der Baum kontrolliert. Ein Hitzeschaden?

Burscheid. Erika Palm war gestern gerade mit Hündin Alice unterwegs, führte die Hundedame spazieren, wie sie es gerne im Bereich Auf der Schützeneich tut. Die beiden waren — genau um die Mittagsstunde — soeben im Bereich des Kreisverkehrs beziehungsweise der Einmündung mit der Pastor-Löh-Straße, als es laut krachte und aus der Platane neben dem Gehweg ein massiver, ausladender Ast herunterstürzte und auf der Fahrbahn und dem Trottoir liegenblieb. „Da fehlte nicht viel“, sagte die schockierte Burscheiderin, die Momente darauf in der Redaktion des Bergischen Volksboten von ihrem Erlebnis berichtete — dass sie das Geschehen erst mal verdauen musste, war ihr deutlich anzumerken.

Auch eine Anwohnerin im Mehrfamilienhaus staunte nicht schlecht — einen solchen Segen von oben hatte sie noch nie erlebt. Das gleiche gilt für Marc Baack vom Planungsamt der Stadt, der von einem solchen Vorfall gestern zum ersten Mal hörte. Die Bäume im Bereich öffentlicher Wege würden regelmäßig auf Standsicherheit oder loses Geäst überprüft. Dies gelte sowohl für auf Privat- wie auf öffentlichem Grund stehende Bäume. Baack veranlasste gestern umgehend eine Kontrolle des Baumes und ein Aufräumen auf Straße und Gehweg.

Allerdings hatte sich beim Besuch des Berichterstatters des BV schon jemand gefunden, der in der Zwischenzeit die Asttrümmer vom Gehweg auf den Rasen des Vorgartens befördert hatte; auf der Fahrbahn fuhren derweil die Autos über das Geäst hinweg und zermalmten das Trockenholz.

Unterdessen mehren sich auch aus anderen Kommunen Hinweise darauf, dass die anhaltende Trockenheit und die große Hitzewelle der vergangenen Wochen Auswirkungen auf die Kronen der Bäume hat. Geradestehende Äste neigten zum Brechen, heißt es.

Zum Beispiel hatte die Stadt Ahaus im westlichen Münsterland ihren Schlossgarten zwei Tage lang für Besucher gesperrt, weil befürchtet wurde, dass aus den Baumkronen Äste abbrechen könnten. Eine Vorsichtswarnung wurde in Gütersloh und Paderborn ausgesprochen: Fußgänger wurden zu größerer Vorsicht unter Bäumen aufgefordert..