Burscheid: Bei der Feuerwehr wird auch gepaukt

Burscheid: Bei der Feuerwehr wird auch gepaukt

Die Burscheider Ehrenamtler bieten ihre Fachkenntnisse auch Fachkräften, Lehrern und Schülern an. Dieses Angebot — und viele mehr — gibt es jetzt im Internet.

Burscheid/Rhein.-Berg. Kreis. Gelernt wird in der Schule, in der VHS, bei verschiedenen anderen Instituten wie dem ASB — aber auch bei der Feuerwehr. Dass die Löschkräfte der Burscheider Wehr pädagogische Angebote beispielsweise zur Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung anbieten ist kaum bekannt. Eine „Pädagogische Landkarte“, so heißt das neue Internetportal, soll jetzt dabei helfen, das zu ändern.

„Die Pädagogische Landkarte bedeutet für uns, dass wir unsere Angebote für Schulklassen besser bekannt machen können. Zudem erreichen wir über derartige Angebote auch Jugendliche, die für unsere Jugendfeuerwehren und damit für das Bestehen der Freiwilligen Feuerwehren das wichtigste Potenzial darstellen“, erklärt Thomas Oellrich, zuständig für Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung bei der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid, über das neue Portal.

Außerhalb der Schule zu lernen, ist an vielen Orten im Rheinisch-Bergischen Kreis möglich, teilt der Kreis jetzt mit und weist auf das neue Angebot hin: Neben dem Technikangebot bei der Feuerwehr ist dies beispielsweise Geschichte in der Archäologiewerkstatt, Deutsch in der Bücherei, Philosophie im Bestattungsinstitut. Um solche eher ungewöhnlichen Angebote bekannter zu machen, präsentiert der Rheinisch-Bergische Kreis seine Lernorte künftig auf der Pädagogischen Landkarte, einer völlig neuen Onlineplattform (siehe Kasten).

Ziel des Projektes ist es, Schulen mit qualitativ hochwertigen außerschulischen Lernorten zusammenzubringen. Zielgruppen sind Lehrer, aber auch pädagogische Fachkräfte der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung sowie Schüler und deren Eltern. Als erwünschter Nebeneffekt soll die öffentlich zugängliche Webseite auch jede andere denkbare Art von Lerngruppe ansprechen: Familien, Freundeskreise, Festgesellschaften und viele andere mehr.

Bislang sind im Rheinisch-Bergischen Kreis 17 Lernorte verzeichnet, die insgesamt 50 verschiedene Angebote vorstellen. Die Anzahl werde laufend erweitert, heißt es. Die Aufnahme des Angebotes koste nichts.

Im Gegensatz zu anderen Regionen gebe es im Kreis eine Besonderheit: mobile Lernangebote wie das Bergische Naturmobil oder das Projekt „Bauernhof im Koffer“. Materialien sowie in einigen Fällen auch Schulungspersonal reisten genau dorthin, wo Klassen lernen möchten — in den Wald, an einen Bach, auf die Wiese nebenan oder auf den Schulhof. Für jede der acht Kommunen im Kreis seien somit schon jetzt Angebote zu finden.

Die Auswahl, welche Orte in die Pädagogische Landkarte aufgenommen werden, treffe das Bildungsnetzwerk unter Einbeziehung des Kulturbüros des Rheinisch-Bergischen Kreises. Grundlage sei ein Kriterienkatalog des LVR. Kriterien seien: Angebote für Gruppen, praktisches Lernen außerhalb der Schule, mindestens ein Kompaktangebot von maximal vier Stunden, das sich in den Schulalltag integrieren lässt, pädagogisch geschultes oder pädagogisch erfahrenes Personal, ein Ansprechpartner für Lehrkräfte sowie aktuelle Informationen im Internet, wie beispiels-weise Öffnungszeiten und Preise.

Mehr von Westdeutsche Zeitung