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Bahn: Bahn beginnt mit Neubau der ersten Eisenbahnüberführung

Bahn : Bahn beginnt mit Neubau der ersten Eisenbahnüberführung

Oben läuft auf 13 Gleisen der Zugverkehr, unten kreuzen auf der Deutz-Mülheimer-Straße die Straßenbahnen der KVB und Autos samt Lieferverkehr zur Messe: Die Deutsche Bahn erneuert in den nächsten zehn Jahren fünf Brückenbauwerke an einem der Verkehrsknotenpunkte in der Stadt.

Begonnen hat die Bahn mit der sogenannten Brücke „BWC“ – in der Mitte der Brücken liegend und damit besonders anspruchsvoll für die Brückenexperten.

Erste Einschränkungen
für den Verkehr

„Unser oberstes Ziel bei der Planung ist es, so wenig Einschränkungen wie möglich für den Verkehr sowohl auf der Schiene, als auch auf der Straße zu verursachen“, sagt Projektleiter Norbert Paprotny von der DB Netz AG. Mit den Arbeiten zur Erneuerung der ersten Brücke hat die DB jetzt begonnen. Seit Anfang Juni gibt es erste Einschränkungen für den Verkehr. Drei Gleise führen über die Brücke, neu gebaut wird in zwei Abschnitten: Zunächst in einem ersten Bauabschnitt bis Ende 2021. Hier wird der Brückenabschnitt mit zwei Gleisen erneuert . Im zweiten Bauabschnitt ab Ende 2021 bis Ende 2022 wird der Brückenabschnitt mit einem Gleis erneuert.

Zunächst werden die alten Bogenbrücken aus dem Jahr 1913 abgebrochen. Anschließend werden die Widerlager neu gebaut und die Überbauten inklusive Gleisen, Signalen und Oberleitungen errichtet. Im Rahmen des Neubaus werden auch Gleise angehoben, seitlich verschoben verlegt und zusätzliche Weichenverbindungen eingebaut. Das ermöglicht laut Bahn im dichten Kölner Eisenbahnknoten neue Einfahrmöglichkeiten in den Bahnhof Messe/Deutz und damit mehr Flexibilität und Qualität.

Während der Bauzeit stehen die Gleise nicht zur Verfügung – die Züge werden über andere Gleise umgeleitet. Die alten Stahl-Stabbogenbrücken werden durch moderne Brückenbauwerke ersetzt. Ein Vorteil der neuen Brücken für den Lkw-Verkehr: Die neuen Brücken sind höher und breiter. So sollen Brückenanfahrschäden durch unachtsame Lkw-Fahrer vermieden werden.

Wegen der Arbeiten müssen jeweils einige Gleise und zeitweise Streckenabschnitte gesperrt werden. Hierdurch kommt es seit gestern zu Auswirkungen auf den Zugverkehr. Im Fernverkehr kommt es bis Ende 2021 zu Fahrplanänderungen und einer Verlagerung von Zugfahrten aus dem Hauptbahnhof in den Bahnhof Messe/Deutz. Im Regional- und S-Bahnverkehr bestehen auf einzelnen Linien Einschränkungen für Reisende, jedoch mit alternativen Reiseverbindungen. Es kommt zu Haltausfällen am Hauptbahnhof beziehungsweise im Bahnhof Messe Deutz. Betroffen sind unter anderem die S6 und S19 sowie der RE7, RE12 und RE22. Wegen weiteren Arbeiten, die nicht mit der Brückenerneuerung zusammenhängen, kommt es heute auf der S11 zu Ausfällen zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Köln-Dellbrück sowie von Sonntag bis Dienstag auf der RB25 zwischen Köln-Hansaring und Frankfurter Straße.

Die Arbeiten wirken sich vom 10. bis 13. Juli zudem auf den Straßenverkehr aus. Wegen des geplanten ersten Brückenabbruchs in dieser Zeit muss der Straßen- und Stadtbahnverkehr in diesem Bereich komplett gesperrt werden. Außerdem werden im Straßenverkehr die dauerhaften verkehrlichen Einschränkungen eingerichtet. In Abstimmung mit Stadt, KVB und Messe ist ein umfangreiches Verkehrsführungskonzept unter Berücksichtigung von großen Baustellen der Stadt und Großmessen erstellt worden. Dieses empfiehlt Alternativrouten und sieht entsprechende Beschilderungen vor.

Während die Arbeiten der Brücken nun beginnen, läuft der Infrastrukturausbau für die S13 bereits auf Hochtouren. Für eine deutliche Verbesserung des Nahverkehrsangebots im Knoten Köln baut die Bahn die Strecke zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel aus und erweitert sie größtenteils um zwei Gleise, außerdem entstehen zwei neue Haltepunkte. In den Ausbau der S13 fließen in diesem Jahr Investitionen von rund 30 Millionen Euro.

Die intensiven Baumaßnahmen für den Ausbau der S13 bleiben nicht ohne Auswirkung auf den Fahrplan. Während der Baumaßnahmen wird der Zugverkehr in verschiedenen Zeiträumen und Abschnitten zeitweise eingeschränkt. Es kommt zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr auf den Linien RE 8 und RB 27.

Bis morgen, 12 Uhr sowie von Montag, 8. Juni, 14.30 Uhr bis Mittwoch, 10. Juni, 2 Uhr, entfallen alle Züge der Linie RE8 zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel. Alle Züge der Linie RB27 werden zwischen Köln-Ehrenfeld und Köln/Bonn Flughafen umgeleitet, die Halte Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz entfallen. Züge der Linie RE8 werden zwischen Köln-Ehrenfeld und Porz umgeleitet. Auch hier entfallen die Halte Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz. Fahrgäste zwischen Köln-Ehrenfeld und Troisdorf können die parallel verkehrenden Linien S12 und S19 nutzen.

Zwischen Donnerstag, 11. Juni, 11.30 Uhr, und Montag, 15. Juni, 15 Uhr, müssen alle Züge der RE8 und RB27 zwischen Troisdorf und Königswinter/Rhöndorf entfallen. Als Ersatz fahren Busse. Zusätzlich kommt es von Samstag, 13. Juni, 21 Uhr, bis Sonntag, 14. Juni, 13 Uhr, zu weiteren Abweichungen im Fahrplan. Alle Züge der Linie RB27 werden zwischen Köln-Ehrenfeld und Köln/Bonn Flughafen umgeleitet. Die Halte Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz entfallen. Züge der Linie RE8 fallen zwischen Köln Hauptbahnhof und Troisdorf aus. Fahrgäste können zwischen Köln-Ehrenfeld und Troisdorf alternativ die parallel fahrenden Linien S12 oder S19 nutzen.

Alle Fahrplanänderungen der Deutschen Bahn sind in den Online-Auskunftssystemen enthalten und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie im Internet abrufbar. Weitere Informationen gibt es bei der Bauhotline von DB Regio NRW unter 0202/51562515 und dem kostenfreien Bahnbau-Telefon unter 0800/5996655.

www.bauinfos.deutschebahn.com/nrw