Baggeler distanziert sich von Holzki-Wahlwerbung

Baggeler distanziert sich von Holzki-Wahlwerbung

BfB-Kandidat weist Unterstützungserklärung des Investors vor der Bürgermeisterwahl zurück.

Burscheid. Seit Tagen sorgen Großplakate in Burscheid für Diskussionsstoff: „Warum kann Oma nicht in Burscheid bleiben?“, ist darauf zu lesen. Und darunter der Satz: „Die Zukunft wählen.“ Dahinter steht Investor Clemens Holzki, der sich — auch juristisch — mit der Stadt wegen des Bebauungsplans Luisenstraße streitet. Er will dort ein Seniorenwohnprojekt realisieren.

In einem zusätzlichen Flyer wirbt Holzki jetzt ausdrücklich für den BfB-Bürgermeisterkandidaten Michael Baggeler — was diesem überhaupt nicht schmeckt. In einer Freitag verbreiteten Erklärung heißt es: „Ich kenne Herrn Holzki persönlich nicht. Ich steht zu dem vom Rat der Stadt einstimmig beschlossenen Bebauungsplan. Ich wehre mich dagegen, von Herrn Holzki für dessen Kreuzzung gegen die Stadtverwaltung missbraucht zu werden.“

Er habe nichts gegen Wahlkampfhilfe, so Baggeler, „aber dann bitte mit den richtigen Argumenten“. Auch seien alle Aussagen in dem verteilten Flyer „sachlich falsch“. Darin weiß sich Baggeler mit seinem Kontrahenten, Amtsinhaber Stefan Caplan (CDU), einig: „Nicht eine der Aussagen stimmt.“

In dem Holzki-Blatt wird unter anderem behauptet, die Burscheider Bürger müssten den Abriss des ehemaligen Wohnheims der Stadt Leverkusen über die Müllgebühren bezahlen. Dabei hatte die Leverkusener Avea das Grundstück zum Jahreswechsel 2011/2012 von der Stadt Leverkusen übernommen und den Abriss dann über eines ihrer Tochterunternehmen abgewickelt.

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