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Auf dem Weg zur Öko-Waschanlage

Auf dem Weg zur Öko-Waschanlage

Am ehemaligen Verwaltungsgebäude von S + S in Massiefen wird endlich weitergearbeitet. Im Herbst soll eröffnet werden.

Burscheid. Man hat es schon nicht mehr für möglich gehalten, aber seit etwa vier Wochen tut sich wieder etwas auf dem Gelände des ehemaligen Verwaltungsgebäudes von Schmitz + Schulte (S + S) in Massiefen. Der Schutt ist verschwunden und die Arbeiten an der entkernten Gebäudehülle werden fortgesetzt. Bis zum Herbst, so die Investoren, soll hier nun endlich die seit zwei Jahren angekündigte Waschanlage entstehen.

Schon die Baugenehmigung hatte aus abwasserrechtlichen Gründen lange gedauert, aber seit Juli 2014 liegt sie vor. Doch dann verklagte ein Nachbar den Rheinisch-Bergischen Kreis wegen Erteilung der Genehmigung. „Inzwischen“, so Investor Hendrik van Elst, „ist die Klage wieder zurückgezogen worden, aber währenddessen ist die benachbarte Discounterkette Lidl auf uns zugekommen und wir mussten noch einmal umplanen.“

Die Leibnizpark Hoffnungsthal GmbH als Eigentümerin des Geländes trat ein Teilstück an Lidl ab, dafür werden Discounter und Waschanlage künftig eine gemeinsame Zufahrt haben. „Das ist jetzt eigentlich nett geregelt, hat uns aber auch noch einmal Zeit gekostet“, sagt van Elst. Auf den geplanten Imbiss neben der Waschanlage musste aufgrund der Neuplanung verzichtet werden.

Aber jetzt sind alle Aufträge vergeben. In zehn Tagen soll mit dem Einbau der Entwässerungs- und Waschtechnik begonnen werden. Anschließend erfolgt in einem zweiten Bauabschnitt der Neubau einer vorgelagerten Staubsaugerhalle.

Die Anlage, die „Emils Waschland“ heißen soll, ist als die ökologischste der Region geplant. Zum Waschen der Autos wird Regenwasser gesammelt, für das Abwasser entsteht laut van Elst eine vollbiologische Kläranlage und der Strom wird künftig von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach geliefert. „Das ist zwar sehr teuer, aber aus unserer Sicht die einzige zukunftsweisende Möglichkeit.“

Im Oktober, spätestens im November sollen die ersten Autofahrer hier ihre Wagen wieder auf Hochglanz bringen können. Auch für das Dach- wie das Untergeschoss gibt es inzwischen eine Nutzungsidee. Nicht mehr die ursprünglich vorgesehenen Büroräume sollen es werden, sondern so genannte Self-Storage-Boxen werden dort aufgestellt. Dabei handelt es sich um zeitlich flexibel anmietbare Lagerräume unterschiedlicher Größe, beginnend bei einer Grundfläche von einem Quadratmeter. Wer länger verreist, nach einer Trennung Möbel zwischenlagern muss oder aus anderen Gründen befristet Lagerflächen benötigt, findet hier Abhilfe.