Burscheid: Angebranntes Essen mitten in der Nacht

Burscheid : Angebranntes Essen mitten in der Nacht

Feuerwehr rückt mit drei Löschzügen zum Dahlienweg aus.

Burscheid. Am frühen Montagmorgen musste die Burscheider Feuerwehr mit drei Löschzügen zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand am Dahlienweg in Ösinghausen ausrücken. Über die Leitstelle war gegen 3.15 Uhr von einem ausgelösten Brandmelder in der Straße die Rede, zudem sei Brandgeruch von Zeugen wahrgenommen worden. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr am Einsatzort eingetroffen waren, bemerkten sie zudem Rauch im Gebäude. Da niemand öffnete, musste ein Trupp unter Atemschutz gewaltsam die Tür öffnen und in das Haus eindringen.

In der Wohnung entdeckten die Löschkräfte angebranntes Essen auf dem Herd. Durch den Rauch sei der Rauchmelder angesprungen. Eine Person befand sich noch in der verrauchten Wohnung und wurde dem Rettungsdienst wegen einer möglichen Vergiftung übergeben. Erst um 4.45 Uhr, nachdem das Gebäude gelüftet worden war, konnten die letzten Einsatzkräfte einrücken. Vor Ort waren die Löschzüge Stadtmitte, Hilgen und Paffenlöh.

Jens Knipper, Sprecher der Burscheider Feuerwehr, weist darauf hin, welche lebensrettende Bedeutung Rauchmelder haben können: „Ein Rauchmelder hat im aktuellen Fall frühzeitig Schlimmeres verhindert. Vor allem nachts können Brände unbemerkt entstehen, sich ausbreiten und verlaufen ohne Rauchmelder oftmals tödlich, da im Schlaf der Geruchssinn nicht aktiv ist. Es reichen drei Atemzüge aus, um im Falle eines Brandes zu ersticken, oftmals hat man weniger als drei Minuten Zeit, ein brennendes Objekt zu verlassen. 90 Prozent der vermeintlichen Brandtoten sind Rauchtote, da sie erstickt sind. Rauchmelder warnen frühzeitig vor einer Gefahr und verschaffen einen zeitlichen Vorsprung der Leben rettend sein kann.“ pn