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Altenberg: Ärger um Dom-Beleuchtung

Altenberg: Ärger um Dom-Beleuchtung

Bei einer Präsentation wurde die Kirche angestrahlt.

Altenberg. Anders als der Kölner Dom wird der Altenberger Dom traditionell nicht angestrahlt — bis zum vergangenen Montagabend. Bei der Vorstellung der neuen Beleuchtungs-Anlage in Altenberg wurde der Dom erhellt. Vertreter der Kirchen fühlen sich Übergangen.

Die Gemeinde bekommt im Rahmen der Regionale eine energiesparende Beleuchtung, erklärte Stadt-Pressesprecher David Bosbach am Dienstag gegenüber dem BV. Der Energieversorger Belkaw habe diese am Montag präsentiert und probeweise einen Scheinwerfer auf die Westseite des Domes gerichtet. „Darüber wurde die Stadt auch nicht informiert“, sagte Bosbach.

Vertreter der Pfarrgemeinden, die bei der Präsentation anwesend waren, zeigten sich wenig begeistert. Pfarrer Johannes Börsch der katholischen Kirche betonte am Dienstag, dass zwischen den Gemeinden, die den Dom nutzen, seit Jahren Einvernehmen darüber herrsche, dass er nicht angestrahlt werden soll. „Die Zisterziensermönche sind extra hierhergekommen, um bewusst die Stille zu genießen“, sagte Börsch und fügte hinzu: „Der Schatz, den wir haben, ist im Inneren des Domes.“

Man habe in diesem Sinne auch schon versucht, den Dom von innen anzustrahlen, dies sei bislang technisch nicht möglich gewesen. Börsch vermutet in Hinblick auf die Beleuchtungs-Präsentation, dass „da jemand auf die Tour das Thema in Gang bringen will.“ Irgendwer müsse sich das ausgedacht haben. Tatsächlich will die Stadt laut Bosbach den Zwischenfall als Anlass nehmen, erneut über eine Dom-Beleuchtung nachzudenken.