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Als BAP noch in den Kinderschuhen steckte

Als BAP noch in den Kinderschuhen steckte

Vor 30 Jahren sorgte die Kölner Rockband für ein ausverkauftes Zelt.

Burscheid. Dreimal zehn Jahre nannte die Kölner Rockband BAP 2005 ihr Album zum 30-jährigen Bestehen. Dreimal zehn Jahre ist es jetzt auch her, dass die damals noch blutjunge Formation zum Stadtjubiläum 1981 das Festzelt neben der Hugo-Pulvermacher-Halle zum Kochen brachte. 3000 Fans sorgten für ein ausverkauftes Konzert.

Das Megaphon-Gästebuch hält die Erinnerung an den legendären Auftritt vom 12. April 1981 wach: ein Foto, die Autogramme unter anderem von Wolfgang Niedecken, Klaus Heuser (der als Major Healey unterschrieb), Steve Borg, Manfred und Wolfgang Boecker sowie der wohl von Niedecken stammende Satz: „Na also, dat klapp: BAP“.

Der (bisher letzte) Auftritt von BAP in Burscheid hat eine Vorgeschichte. Megaphon-Leiter Manfred Zenses kannte Wolfgang Niedecken noch aus dessen Zeit als „Bob Dylan der Südstadt“, als der Kopf der Band noch solo mit Gitarre und Mundharmonika durch die Kneipen zog. Zweimal gastierte Niedecken denn auch Ende der 70er im Megaphon.

„Dann stand er eines Tages bei mir im Büro und sagte, er habe eine neue Band. Ob er mit der nicht mal hier spielen könne“, erinnert sich Zenses. Noch heute ärgert er sich, dass er damals nicht so richtig auf dem Laufenden war, dass BAP im Kölner Raum schon als Größe galt.

Weil das Megaphon zu klein war, vermittelte Zenses 1980 die Hans-Hoersch-Halle. Zur Risikominimierung vereinbarte er keine Festgage, sondern sagte der Band nur die Eintrittsgelder zu. Und dann brachten 1200 Leute die Halle zum Bersten. „Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.“

Als Zenses dann kurz danach bei Wolf Maahns vermeintlich wesentlich bekannterer Food Band schlauer sein wollte und eine Gage vereinbarte, „kamen wesentlich weniger Leute und wir sind so gerade mit einem 0:0 aus der Sache rausgekommen“.

Ein Versprechen steht seit den Anfängen der BAP-Karriere noch uneingelöst im Raum, erzählt Zenses mit einem Lachen in der Stimme. „Ich hatte Wolfgang gesagt, wir machen das mit dem Band-Auftritt, wenn du auch noch mal Solo mit Gitarre und Mundharmonika bei uns auftrittst. Doch dazu ist es nicht mehr gekommen.“