A1: Tempolimit bremst Raser aus

A1: Tempolimit bremst Raser aus

Zwischen Geilenbach und Leverkusen müssen Autofahrer künftig ihr Tempo drosseln. Erst auf 130 und dann auf 100 km/h im Autobahnkreuz.

Burscheid. Auf der A 1 zwischen Burscheid und Leverkusen in Fahrtrichtung Köln wird es schon bald ein generelles Tempolimit geben — gestaffelt zwischen 130 und 100 km/h. Wie die Bezirksregierung Köln mitteilt, ist dies in der Sitzung der Unfallkommission beschlossen worden. Wann die Umsetzung erfolgt, konnte eine Sprecherin der Bezirksregierung gestern nicht sagen.

Bei Unfallschwerpunkten werde ein derartiger Beschluss schneller umgesetzt, bei weniger heiklen Bereichen womöglich langsamer, hieß es. Was nun für die Strecke zwischen Burscheid und Leverkusen gilt, war ebenfalls aktuell nicht von der Bezirksregierung zu erfahren.

Allerdings wurde bereits erstmals im Jahre 2009 und danach immer wieder nach schweren Unfällen in dem Bereich von Kommunalpolitikern ein Tempolimit gefordert. Schon damals sah auch die Bezirksregierung dort einen Unfallschwerpunkt. Allerdings nicht wegen maßloser Raserei, sondern wegen der Staus im Kreuz Leverkusen — und Autofahrern, die das Stauende immer wieder übersehen haben. Womöglich geht der aktuelle Beschluss genau auf diese Diskussion zurück. Tatsächlich, so heißt es lediglich in einer Mitteilung an die Presse, sei er das „Ergebnis langer Beratungen“.

Im einzelnen soll die Regelung folgendermaßen aussehen: Künftig generell — und nicht wie bislang über die Anzeigetafeln je nach Verkehrsaufkommen — wird die Geschwindigkeit bei Kilometer 394,4 auf 130 km/h festgesetzt. Bei der Kilometerbeschreibung handelt es sich ziemlich exakt um die Autobahnüberführung an der Geilenbacher Straße. Eine entsprechende Beschilderung soll dort aufgebaut werden.

Weiter abgesenkt wird die Geschwindigkeit dann nach den Plänen der Unfallkommission auf der Gefällestrecke Richtung Leverkusener über die vor Jahren installierten Anzeigetafeln. Und zwar in einem ersten Schritt auf 120 km/h auf den ersten Tafeln und später auf 100 km/h auf den beiden letzten. Falls sich wie aktuell wegen der Bauarbeiten an der Leverkusener Brücke die Autos stauen, kann die vorgegebene Geschwindigkeit weiterhin variabel reduziert werden.

Zudem erarbeitet laut Bezirksregierung die Verkehrszentrale NRW ein Konzept, die letzten beiden Anzeigetafeln vor dem Kreuz Leverkusen fahrstreifenbezogen zu schalten. Staut sich der Verkehr also auf der rechten Spur wegen erhöhten Verkehrsaufkommens auf der A3, kann die Tempoanzeige links bei freier Fahrt eine höhere Geschwindigkeit anzeigen. Und natürlich umgekehrt.