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752 100 Pfandflaschen für den Neustart

752 100 Pfandflaschen für den Neustart

Das Sozialprojekt „Spende Dein Pfand“ am Flughafen beschäftigt mittlerweile drei Mitarbeiter.

Köln. 752 100 Flaschen, 188 025 Euro Pfanderlöse und drei feste Jobs — so lautet die positive Bilanz nach drei Jahren „Spende Dein Pfand“ am Flughafen Köln/Bonn. Seit Mai 2015 können Passagiere ihre Pfandflaschen in spezielle Sammeltonnen vor den Sicherheitskontrollen in den Terminals einwerfen. Die so gespendeten Erlöse kommen drei ehemaligen Langzeitarbeitslosen zugute, die im täglichen Flughafenbetrieb vom Entleeren der Tonnen bis zum Verpacken der Pfandflaschen alle Aufgaben erledigen. Durch „Spende Dein Pfand“ haben sie den Neustart ins Arbeitsleben geschafft.

„Gemeinsam mit den Partnern ist es gelungen, drei feste Arbeitsstellen am Flughafen zu schaffen und zugleich etwas für die Umwelt zu tun. Das ist ein toller Erfolg, den wir allen voran unseren Passagieren verdanken, die dieses Projekt durch ihre Spenden erst möglich machen“, sagt Flughafenchef Johan Vanneste.

Partner bei „Spende Dein Pfand“ ist neben dem Recycling-Unternehmen „Der Grüne Punkt“ die gemeinnützige Bildungseinrichtung Job-Werk Porz. Diese übernimmt die Entleerung, Säuberung und Pflege der Tonnen. Drei Mitarbeiter sortieren die Flaschen und verpacken sie abholbereit in Säcke. „Unsere Mitarbeiter haben nach langer Arbeitslosigkeit endlich wieder das Gefühl, gebraucht zu werden. Und sie können nun wieder selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen“, freut sich Inez Wolf, Geschäftsführerin der Job-Werk Porz gGmbH.

Der ebenfalls in Porz ansässige Grüne Punkt unterstützt „Spende Dein Pfand“ von Beginn an. Das Recycling-Unternehmen nimmt die gespendeten Flaschen ab, entsorgt sie unentgeltlich und reicht die Pfanderlöse an das Porzer Job-Werk weiter. „Das Projekt gehört zu den wichtigsten Engagements des Grünen Punkts für die Gesellschaft — wir fördern hier nicht nur soziale Projekte, sondern auch die Umwelt durch das Recycling der Flaschen“, betont Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „Dass das Projekt gerade an unserem Heimatflughafen Köln/Bonn so gut funktioniert, freut mich natürlich besonders.“

Von den gespendeten Pfanderlösen können zu großen Teilen die Tarifgehälter der drei Job-Werk-Mitarbeiter bezahlt werden. Das Projekt wird zudem im Rahmen eines ESF-Programms vom Jobcenter Köln gefördert.