100 Poller für Domumfeld

Stadt startet mit Vorbereitungen für den Einbau von Barrieren, die das Einfahren von größeren Fahrzeugen verhindern sollen.

Köln. Die letzten Abstimmungsgespräche mit der Polizei sind erfolgt, am Freitag beginnt die Stadt mit dem Einbau der ersten Vorab-Sicherheitsmaßnahmen gegen terroristische Anschläge im Domumfeld. Um mögliche Terroranschläge durch Fahrzeuge im Domumfeld zu vermeiden, sollen kurzfristig realisierbare und wirksame Barrieren, die das unkontrollierte Einfahren mit größeren Fahrzeugen auf den Roncalliplatz verhindern, errichtet werden.

Für diese Vorablösung werden rund hundert mobile Poller eingebaut. Maßnahmen sind bei der Treppe Am Hof, der Treppe am Domforum, sowie der Rampe Trankgasse und dem Zugang Hohenzollernbrücke/Deutz sowie an weiteren Stellen vorgesehen. Mit dieser Lösung wird die Sicherheit des Domumfelds deutlich erhöht.

Die Aufträge für diese Vorabvariante sind erteilt, die Poller bereits in der Produktion, so dass die ersten bereits am Dienstag, 28. November, gesetzt werden können. Bis zu den Silvesterfeiern sollen alle Poller installiert sein.

Den Start macht am Freitag die Sicherung der Treppenanlage an der Straße am Hof — dem Bereich rund um die ehemalige Buchhandlung Kösel. Die Treppen hoch zum Roncalliplatz stellen laut Stadt kein unüberwindliches Hindernis für geländegängige Fahrzeuge dar. Deshalb wird diese Stelle als erste Position bestückt. Die Sperrung des benachbarten Bereichs Am Hof, die zurzeit durch die Polizei gesichert wird, erfolgt anschließend durch Betonblöcke mit lösbarem Stahlseil. Als dauerhafte Lösung sind an mehreren Stellen hydraulisch versenkbare und fest eingebaute Poller vorgesehen, für die jedoch umfangreiche bauliche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Dazu finden derzeit Gespräche mit den Versorgungsträgern über gegebenenfalls notwendige Leitungsverlegungen statt, damit die erforderlichen Einbindetiefen für versenkbare Poller hergestellt werden können. Darüber hinaus klärt die Stadt, wie die versenkbaren Poller im Notfall von der Polizei, der Feuerwehr und städtischen Einrichtungen bedient werden können.

Wegen der notwendigen Vorlaufzeiten können die fest installierten Sperren nach Angaben der Stadt frühestens ab Sommer 2018 installiert werden.