NRW: Bündnis fordert Stopp von Umsiedlungen für Tagebaue

NRW: Bündnis fordert Stopp von Umsiedlungen für Tagebaue

Kurz vor den finalen Beratungen der Kohlekommission fordern Anwohner von Braunkohle-Tagebauen einen Stopp der Umsiedlungen für den Kohleabbau. „Der Erhalt des Hambacher Waldes und der Dörfer, in denen Menschen zuhause sind, ist für mich nicht verhandelbar“, sagte Antje Grothus, die in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ die von Umsiedlung bedrohten Bürger vertritt, der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Kohle, die unter den Dörfern liegt, darf schon allein aus Klimaschutzgründen nicht mehr gefördert werden.“ Eine sozialverträgliche Umsiedlung sei nicht möglich, erklärte das bundesweite Bündnis „Alle Dörfer bleiben“.

Der Streit zwischen dem Energiekonzern RWE und Aktivisten um dem Hambacher Forst hatte Schlagzeilen gemacht. Ein Gericht hat die von RWE für den Braunkohle-Tagebau geplante und von Behörden genehmigte Rodung vorerst gestoppt. Auch Orte in den Kohleregionen wie dem Rheinischen Revier und der Lausitz sollen für den Tagebau weichen.

Umweltschützer und Aktivisten fordern, dass die Kommission klarstellen muss, dass mit dem Kohleausstieg auch der Hambacher Forst und die Dörfer dauerhaft erhalten bleiben. Die Kohlekommission könnte sich an diesem Freitag auf ein Konzept für den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle in Deutschland einigen.

Initiative "Alle Dörfer bleiben"

(dpa)
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