Mordkommission ermittelt Brandanschlag in Mönchengladbach-Uedding

Ein 30-Jähriger soll vorsätzlich Feuer an einer Wohnung gelegt haben.

 In einem Mehrfamilienhaus an dieser Straße soll Anfang Januar 2024 ein Mann einen Brandanschlag verübt haben.

In einem Mehrfamilienhaus an dieser Straße soll Anfang Januar 2024 ein Mann einen Brandanschlag verübt haben.

Foto: Carsten Pfarr

Polizei und Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Das teilten sie am Donnerstag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Die Tat ereignete sich bereits am Dienstag, 9. Januar. An diesem Tag war es an einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Straße An den Hüren zu einer vorsätzlichen schweren Brandstiftung gekommen. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach bewertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. Daraufhin war eine Mordkommission eingesetzt worden. Im Zuge ihrer Ermittlungen  nahm die niederländische Polizei am Mittwoch, 31. Januar, einen per europäischem Haftbefehl gesuchten 30-jährigen Tatverdächtigen fest.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten Zeugen am Dienstag, 9. Januar, gegen 23 Uhr einen Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Straße An den Hüren gemeldet. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr fanden an einer Wohnungstür in dem Gebäude und an einem Küchenfenster starke Brandbeschädigungen. Das Feuer war zu diesem Zeitpunkt bereits von den Bewohnern gelöscht worden. Während des Brandes hatten sich eine 31-jährige Frau, ein 27-jähriger Mann und ein achtjähriger Junge in der betroffenen Wohnung aufgehalten.

Verletzt wurde niemand. Die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache erhärteten den Verdacht einer vorsätzlichen schweren Brandstiftung. Tatverdächtig  wurde ein 30-jähriger Mann. Zwischen dem Tatverdächtigen und den drei Personen aus der Wohnung war es bereits im Vorfeld zu persönlichen Streitigkeiten gekommen. In welcher Beziehung die einzelnen Personen zueinanderstehen, wollte die Polizei nicht sagen. Auch zum Motiv der Tat wurde nichts weiteres bekannt gegeben.

Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach dem 30-Jährigen führte nicht zum Erfolg. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach stufte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein und die Mordkommission wurde eingerichtet.

Durch die weitere Arbeit der Mordkommission konnte der Aufenthaltsort des 30-Jährigen in den Niederlanden ermittelt werden. Das Amtsgericht Mönchengladbach erließ daraufhin am Montag, 15. Januar, einen europäischen Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Wie ein Polizeisprecher sagte, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen nicht um einen Niederländer. Er sei in Mönchengladbach gemeldet.

Am Mittwoch, 31. Januar, nahm die niederländische Polizei den Tatverdächtigen fest. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wird ein Rechtshilfeersuchen zwecks Auslieferung stellen. Laut Polizei ist der Mann bereits polizeilich in Erscheinung getreten. Mit welchen Delikten er auffiel, will sie nicht sagen.

(gap)
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