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Vorguck BV 3: Bezirksvertreter diskutieren über Verkehr und Bauvorhaben

Vorguck BV 3 : Bezirksvertreter diskutieren über Verkehr und Bauvorhaben

Die Bezirkspolitiker sollen dem Bau von kleinen Appartements in Oberbilk zustimmen. Diese werden aber kritisch gesehen.

(dsch) Am Dienstag, 6. Oktober, tritt die Bezirksvertretung 3 (Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Bilk, Oberbilk und Flehe) zum letzten Mal in alter Besetzung zusammen. Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund eröffnet die Sitzung um 17 Uhr im Bürgersaal des Stadtteilzentrums Bilk, Bachstraße 145. Aus Gründen des Infektionsschutzes sind die Plätze für Zuhörer aus der Bürgerschaft begrenzt. Inhaltlich wird die Sitzung von Themen beherrscht, die vor allem die Menschen in den urbanen Teilen des Stadtbezirks beschäftigen: Wohnen und Verkehr. Auf der Tagesordnung stehen etwa:

Neubauten

Auf der Emmastraße sowie auf der Kruppstraße in Oberbilk sollen neue Wohnhäuser entstehen. Auf der Emmastraße ist ein fünfstöckiges Wohngebäude geplant, in dem sich circa 124 kleine Appartements befinden sollen. In der Politik wurden solche Kleinwohnungen häufig kritisiert; diese sind für den Vermieter zwar lukrativ, neigen aber dazu, Menschen anzuziehen, die nur vorübergehend im Stadtteil leben und verhindern so eine Gemeinschaft in den Quartieren. An der Kruppstraße soll ein Wohnhaus 30 Wohnungen sowie Büros und Geschäften im Erdgeschoss entstehen. Für beide Vorhaben muss die Bezirksvertretung 3 ihr Okay geben.

Ausweichverkehr

Eine Anfrage der Grünen-Fraktion befasst sich mit den Ausweichverkehren durch Oberbilk. Viele Autofahrer versuchen, die stark frequentierte Kreuzung Kruppstraße/ Oberbilker Allee zu umfahren, und erhöhen dadurch das Verkehrsaufkommen im Stadtviertel westlich des Gangelplatzes. Viele Anwohner haben sich bereits darüber beklagt, nun fragt die Bezirksvertretung bei der Stadt nach Lösungen für dieses­­ ­Problem.

Elterntaxis

Auch aus den Reihen der Grünen befasst sich eine Anfrage zu Elterntaxis vor den Schulen im Stadtbezirk. Konkret geht es um die Regenbogenschule in Friedrichstadt. Die Lokalpolitiker wollen wissen, wie der Schulweg für Kinder im verkehrsreichen Stadtteil sicherer gestaltet werden kann, so, dass weniger Eltern sich genötigt sehen, ihren Nachwuchs mit dem Auto bis zum Schultor zu fahren. Die Bezirksvertretung regt unter anderem an, die Kreuzungen der Corneliusstraße sicherer zu machen und den Straßenraum unmittelbar vor der Schule ­aufzupflastern.