Bessere Werte an Düsseldorfer Umweltspur - Grenzwert noch überschritten

Amt wartet auf Jahreszahlen : Bessere Messwerte an Umweltspur - Grenzwert immer noch überschritten

Düsseldorfs Oberbürgermeister hatte nach der Einführung der ersten Umweltspuren bessere Messwerte verkündet. Das zuständige Landesamt möchte noch keine Daten veröffentlichen - aus einem bestimmten Grund.

Nachdem die Stadt Düsseldorf bessere Luftmesswerte an den beiden ersten Umweltspuren verkündet hat, will das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) selbst noch keine vorläufige Bilanz ziehen. „Für uns entscheidend ist das Jahresmittel“, sagte eine Sprecherin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Stadt hatte am Freitag erklärt, dass die Luftmesswerte für Stickstoffdioxid sich „in den ersten fünf Monaten nach Einrichtung der ersten beiden Umweltspuren in Düsseldorf durchweg deutlich verbessert“ hätten. „Auch an potenziellen Ausweichstrecken zeigte sich keine steigende Belastung“, so die Verwaltung - mit Bezug Lanuv.

Das Landesamt veröffentlicht auf seiner Internetseite tägliche, je nach Schadstoff sogar stündliche Messwerte. Unter anderem, weil diese Werte stark schwanken, betrachten die Experten immer das Jahresmittel, so die Sprecherin. Daher wisse man auch erst danach, „ob sich ein Trend bestätigt.“ Ähnlich hatte die Stadt die Zahlen in ihrer Mitteilung selbst eingeordnet. Gleichzeitig verwies die Verwaltung darauf, dass auch an der dritten Umweltspur - die in den Herbstferien eingerichtet wurde - in den vergangenen vier Wochen die Luft im Schnitt besser geworden sei. Sie liegen allerdings immer noch über dem dem Stickstoffdioxid-Grenzwert der EU.

Für die Merowingerstraße ergibt sich für die Monate Mai bis September 2019 ein Durchschnittswert von von 50µg/m³. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres ergab sich ein Durchschnittswert von 57 µg/m³, teilte die Stadt Düsseldorf mit. Der Stickstoffdioxid-Grenzwert liegt bei 40 µg/m³. Im Jahr 2018 betrug der Mittelwert an der Corneliusstraße 51µg/m³.

An der Prinz-Georg-Straße liegt de Durchschnittswert bei 33 µg/m³für die Monate Mai bis September 2019. Der Grenzwert wird hier laut Aussage der Stadt Düsseldorf wohl deutlich eingehalten werden.

Die dritte Umweltspur hatte für Diskussionen gesorgt, da sie nach den Herbstferien für Rückstaus bis auf die A46 gesorgt hatte. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) laut Mitteilung von Freitag vorgeschlagen, die stadtnahen Standspuren auf der A46 und A52 zumindest zur Hauptverkehrszeit für Linienbusse freizugeben.

Mitteilung der Stadt von Freitag

(dpa/red)
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