Karneval in der Paulsmühle „Paulsmühler Jecke“ ziehen mit 18 Fußgruppen durchs Veedel

Benrath · Der Verein nahm auf seinem Karnevalswagen den anhaltenden Bauboom mit Umleitungen und Hochhäusern nach Art von Manhattan aufs Korn.

Bunt kostümierte Jecken zogen durch die Paulsmühle.

Bunt kostümierte Jecken zogen durch die Paulsmühle.

Foto: Anne Orthen (orth)

(hel) Mit großem „Helau!“ sind 18 bunte Fußgruppen mitsamt Karnevalswagen der „Paulsmühler Jecke“ durch den Benrather Ortsteil „jenseits der Bahn“ gezogen und haben eine lustig kostümierte Narrenschar entlang der Wegstrecke durch die Paulsmühle in jecke Stimmung versetzt. Zwecks Kamellesammeln hatten sich der kleine Tiger Bahtan (2), das Clown-Girl Vasla (7) und SWAT-Cop Mada (8) vor Zugstart mit Einkaufstüten am Straßenrand positioniert und warteten ebenso gespannt auf die süßen Wurfgeschenke wie Julia aus Urdenbach („Ich bin ein Schaumbad“) und ihre Benrather Freundinnen Judith (als Prinzessin Lea) und Schildkröte Shari.

Mit Pauken, Trommel, Posaune und Trompeten eröffnete die deutsch-japanische Musikgruppe Chindonya aus Niederkassel den Zug. „Umleitungen, Umleitungen, Umleitungen“ schrie es vom Elferrat-Wagen der Paulsmühler Jecke – und das aus gutem Grund: noch immer stören Baustellen den Verkehrsfluss und nerven die Menschen im Viertel. Närrisch-kritisch aufs Korn genommen wurde auch der „Hoch-Bau-Boom“ mit Mühlenquartier und den Paulshöfen. Manhattan-artige Zustände gar prophezeihen die Jecken für die Zukunft.

Applaus für ihre schwungvollen Tanzdarbietungen ernteten die Rheinlandsterne. Und alle Blicke auf sich zog die KG Schlossnarren mit ihrem pinkfarbenen Rolls-Royce, von dessen Beifahrersitz Paulchen „pink“ Panther der jubelnden Zuschauerschar zuwinkte. Ziemlich bleichgesichtig und schön-schaurig kamen die Benrather Schlossgeister in ihren weißen Gespenstergewändern daher und hatten sogar – oh, Schreck! – ein Gruselkabinett im Schlepp. Mit Skelett inklusive. Den Zockern aus der Lindenstraße folgten die Truppe der Reisholzer Quatschköpp, traditionell bunt und fetzig.

In magisch-blaue Zauberergewänder waren die Grundschulkinder von St. Cäcilia gehüllt mit unzähligen Goldsternchen wie am Himmelszelt.

Nachwuchsspieler des VfL Benrath bildeten Abschluss

Nicht fehlen durfte die Familiengruppe „Wir sind Mönchgraben“. Doch Achtung: In den braunen Mönchskutten und der schwarzen Nonnenkluft steckte keineswegs klösterliche Enthaltsamkeit, wie an den mitgeführten „Likör-Gürteln“ zu erkennen war. Eine wilde Schar magischer Tiere stürmte mit den Grundschulkindern der KGS Einsiedelstraße mit im Zug. Drachen, Wichte, Engel und Löwen gebärdeten sich ausgelassen, bevor die Tänzerinnen vom Garather Amazonen-Corps in Rot-Weiß die Tanzbeine und ihre Tanzstöcke schwingen ließen. In majestätischem Schwarz-Gold präsentierte sich „Dä Stolz von Odebach“. Die gewaltigen Federhüte zappelten munter im Wind.

Den gut gelaunten Zugabschluss bildeten eine Fußgruppe mit Nachwuchspielern aus der Fußballjugend vom VfL Benrath, die glitzernen Lauftreffler und die Räbbelche aus dem benachbarten Reisholz.

(hel)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort