A40-Rheinbrücke bei Duisburg: Waage mit Schranke stoppt überladene Lkw

A40-Sperre: A40-Rheinbrücke bei Duisburg: Waage mit Schranke stoppt überladene Lkw

Rund 100.000 Fahrzeuge queren täglich die marode A40-Brücke in Duisburg. Vor allem sehr schwere Lastwagen setzen dem Bauwerk zu. Sie sollen jetzt mit einer Sperre gestoppt werden.

Eine Schrankenanlage soll künftig überladene Lastwagen daran hindern, über die marode A40-Rheinbrücke in Duisburg zu fahren. In Fahrtrichtung Essen wird dazu am Freitag eine Waage in Betrieb genommen. Laster mit einem Gesamtgewicht von mehr als 40 Tonnen oder einer Achslast von über 11,5 Tonnen dürfen dann nicht mehr über die Brücke. Die Lastwagensperre in Richtung Venlo soll im Frühjahr folgen.

Vorbereitende Messungen in der letzten Oktoberwoche haben laut Straßen.NRW gezeigt, dass die Maßnahme dringend erforderlich sei. Innerhalb einer Woche sind laut dem Landesbetrieb fast 1750 Lastwagen mit mehr als 40 Tonnen Gesamtgewicht über die Brücke gefahren. Ein LKW war sogar mit über 60 Tonnen unterwegs. Mit der jetzt installierten Lkw-Waage sollen Überschreitungen in Zukunft geahndet werden.

So funktioniert die Lkw-Sperre auf der A40

Im Wiegenbereich werden die Achslasten während der Fahrt ermittelt. Um das Gewicht eines Lkw zuverlässig zu erfassen und bei einem Stopp eines zu schweren Lastwagens den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden, dürfe die „Wiegeanlage“ nur mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h durchfahren werden, erklärt Straßen.NRW.

Meldet die automatische Anlage eine Überladung, wird das Fahrzeug durch eine Schranke an der Weiterfahrt gehindert und auf eine an der Autobahn eingerichtete Ausweichfläche geleitet. Dort wird das Gewicht neu kontrolliert.

Eine ähnliche Schrankenanlage gibt es bereits seit 2016 an der Leverkusener Rheinbrücke. Dort gilt das Verbot allerdings schon ab einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen.

Duisburger A40-Rheinbrücke wird neue gebaut

Die 1970 in Betrieb genommene Autobahnbrücke in Duisburg ist einem so schlechten Zustand, dass sie neu gebaut werden muss. Die neue Rheinbrücke wird aus zwei Teilen bestehen. Während der erste neue Teil gebaut wird, läuft der Verkehr weiterhin über die alte Brücke. Die erste Brückenhälfte soll bis 2023 fertig werden, der komplette Neubau 2026.

(dpa)
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