Mönchengladbach: Letzter verkaufsoffener Sonntag 2018

Letzter verkaufsoffener Sonntag 2018 : Verkaufsoffener Sonntag: Händler zufrieden

Dank des durchwachsenen Wetters strömten die Kunden in die Mönchengladbacher Läden.

Am Sonntag haben die Geschäfte in der Gladbacher Innenstadt zum Bummeln und Kaufen eingeladen. Menschenmengen tummelten sich auf der Hindenburgstraße. Ab 15 Uhr sorgte das Hoppediz-Erwachen auf dem Sonnenhausplatz bis hoch zu den Stufen des gegenüberliegenden Minto für wahre Ansammlungen. Mittendrin ein Ehepaar, das 1984 Prinzenpaar des Ortes Maintal in Hessen war. „Wir wohnen seit einem Jahr hier in Venn, sind unserer Tochter nachgezogen“, sagen die beiden. „Nach einem Leben im Frankfurter Raum waren wir erstaunt, wie leicht man hier mit den Leuten in Kontakt kommt.“ Das sei toll, sie fühlten sich in Mönchengladbach sehr wohl. „Wir sehen uns jetzt noch ein wenig das närrische Treiben an.“ In den Geschäften seien sie auch schon gewesen. „Es ist schön, dass wir hier heute beides erleben, Karneval und offene Läden.“ Im Minto präsentiert der Klavierhersteller Yamaha gemeinsam mit dem Viersener Fachgeschäft Piano List in zwei Eingangsbereichen Keyboards, Flügel und Klaviere.

Spontan setzen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die Instrumente und improvisieren. „Mit unserer Ausstellung möchten wir die Leute abholen. Es funktioniert, wir haben eine Riesenresonanz“, sagt Judith Ramwald von Yamaha. Seit Freitag seien sie hier. Als es darum gegangen sei, ein geeignetes Wochenende „für unsere Show zu finden, haben wir gleich zugegriffen, als wir hörten, dass heute auch noch verkaufsoffen ist“ zum Karnevalsstart.

Ähnlich sieht es Marita Magnani vom Fohlen-Shop. „Die Kundenfrequenz bei uns ist hoch, unsere Aktion ,Jecke Preise’ kommt super an. Der Sonntags-Verkauf ist gelungen. Das liegt auch daran, dass das Weihnachtsgeschäft langsam losgeht – und Borussia gestern gewonnen hat.“

Zahlreiche Geschäfte in den umliegenden Straßen bleiben trotz der Möglichkeit der Sonntagsöffnung geschlossen. Iris Degenhardt hingegen hat ihren Buchladen an der Friedrichstraße geöffnet. „Das Wetter ist nicht prickelnd, ansonsten bin ich sehr zufrieden. Bislang hatten wir fast ausschließlich Laufkundschaft, viele Ehepaare mittleren Alters, aber auch junge Familien“, sagt sie. Für die Kinder sei ein Einkaufsbummel am Sonntag ideal, weil schulfrei sei und sie gemeinsame Zeit mit ihren Eltern verbringen könnten.

Mehr Werbung hätte sich Iris Degenhardt für den verkaufsoffenen Sonntag gewünscht: „Es stand nur gestern und heute in der Tagespresse. Ich befürworte Sonntags-Shopping, aber um Erfolg damit zu haben, muss man die Menschen auch zeitig informieren.“