Mönchengladbach: 150 Plätze mehr in Ogata-Gruppen

Mönchengladbach : Sechs neue Gruppen im offenen Ganztag

Diese bieten Platz für 150 Kinder. Der Schulausschuss stimmte für die Einführung.

Der Schulausschuss hat sich mit der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern, dem offenen Ganztag (Ogata), befasst. Am Ende stand fest, dass es zum kommenden Schuljahr sechs neue Ogata-Gruppen geben soll. Der Stadtrat entscheidet endgültig.

Im aktuellen Schuljahr hat die Stadt 2058 offene Ganztagsplätze eingerichtet – 2135 Schüler werden jedoch tatsächlich betreut. Auch wenn es noch keine validen Anmeldezahlen zur OGS-Betreuung gibt, so ist nach ersten Interessenbekundungen auch 2019/2020 davon auszugehen, dass der Bedarf steigen wird. Um dem gerecht zu werden, sollen für das neue Schuljahr sechs neue Gruppen für die Betreuung im offenen Ganztag gegründet werden. Diese Gruppen bieten Platz für 150 Kinder.

Mehrere Grundschulen
profitieren

Profitieren werden mehrere Grundschulen: der Hauptstandort der katholischen Grundschule Venn und die evangelische Grundschule Pahlkestraße zum Beispiel. An beiden Schulen wird im kommenden Schuljahr mit einem enormen Nachfrageüberhang gerechnet. Die Grundschule Nordstraße sowie die Gemeinschaftsgrundschule Pahlkestraße sollen in offene Ganztagsschulen umgewandelt werden und jeweils 25 Kindern ganztägige Betreuungsplätze bieten.

Zudem ging es im Ausschuss um Gesamtschulen. „Wir haben in Mönchengladbach sechs Gesamtschulen mit insgesamt 2200 Plätzen. Im vergangenen Jahr mussten die Schulen insgesamt 300 Kinder ablehnen. Der Mehrbedarf ist also deutlich erkennbar. Deswegen halten wir es für unbedingt notwendig, dass eine siebte Gesamtschule gegründet wird“, forderte Grünen-Schulpolitiker Gerd Schaeben.

Diskussion um möglichen
Neubau einer Gesamtschule

Den Einwand von Reinhold Schiffers (SPD) und Johannes Frommen (Linke), man solle wegen der immensen Kosten, die der Neubau einer neuen Gesamtschule mit sich brächte, die vorhandenen Gesamtschulen mehrzügig fahren lassen, wies Schaeben zurück. „Das sorgt nur für ein einziges Durcheinander, wenn pro Schule noch mehr Schüler hinzukommen. Irgendwann reichen die Räume dann nicht mehr.“

Der Neubau einer neuen Gesamtschule könnte zwischen 35 und 50 Millionen Euro kosten, so erste Schätzungen. Unterstützung bekam Schaeben von Ina Klein, die alle Mönchengladbacher Gesamtschulen im Schulausschuss vertritt: „Das Thema Mehrzügigkeit finden nicht alle Kollegen der Gesamtschulen gut.“

(alexa)
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