Meinung: Warum durch den Angriff auf einen AfD-Politiker Grenzen fallen

Meinung : Warum durch den Angriff auf einen AfD-Politiker Grenzen fallen

Der Angriff auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Magnitz erschüttert nicht nur ihn selbst, seine Familie und die AfD, sondern gleich – ob mancher das erkennen will oder nicht – die ganze Republik.

Wenn Gewalt der Umgang mit politisch Andersdenkenden ist, sind unsere aus deutschem Geschichtsbewusstsein resultierenden Grenzen längst gefallen.

Ein Kommentar von Olaf Kupfer. Foto: ja/Sergej Lepke

Die Indizien auf diesem Weg der aufgeheizten, aber noch immer linienlosen politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung sind täglich zu besichtigen. Das beginnt auf politischer Bühne, wenn AfD-Politiker in peinlichen Bundestagsbemerkungen als „hässlich“ bezeichnet werden und setzt sich in der falschen und andauernden Ablehnung eines der AfD zustehenden Posten als Bundestagsvizepräsident fort.

Das alles mag für einen dümmlichen Lacher gut sein oder (falsch verstandenes) Heldentum begründen, kommt aber nur denen zugute, die man eben politisch bekämpfen kann, wenn man denn will: mit Inhalten gegen andere Meinungen, mit Fach- und Sachlichkeit, mit Politik für die Menschen, mit klarer Kante gegen jeden Extremismus. Und, ja, auch mal mit Ignoranz. Aber nicht dummdreist gegen eine beträchtliche Wählerschaft. Und: niemals gewalttätig in einem Hinterhalt.

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