Kommentar Streik bei der Deutschen Post: Ausbaden müssen es letztlich die Kunden

Meinung · Die Verdi-Forderungen im Tarifstreit mit der Deutschen Post sind ein neuer Höhepunkt bei Verhandlungen im Angesicht hoher Energiepreise und galoppierender Inflation. Sind sie überzogen? Ein Kommentar.

An einem Zustellstützpunkt der Deutschen Post DHL haben sich die Mitarbeiter zum Warnstreik eingefunden.

An einem Zustellstützpunkt der Deutschen Post DHL haben sich die Mitarbeiter zum Warnstreik eingefunden.

Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Wer in diesen Tagen vergeblich auf Briefe oder Pakete wartet, der ist vermutlich Opfer des Warnstreiks bei der Deutsche Post DHL Group geworden. Da bleibt einiges liegen, weil zwischen den Absichten der Beschäftigten und den Plänen des Konzerns Welten liegen. Die Mitarbeiter wollen nicht nur ansehnlich vom Erfolg des Unternehmens profitieren, sondern auch einen Inflationsausgleich verstetigen: 15 Prozent mehr Lohn – so Verdi – soll her, mit Laufzeit von zwölf Monaten. Das ist ein großer Schluck aus der Pulle. Und ein neuer Höhepunkt bei Tarifverhandlungen im Angesicht hoher Energiepreise und galoppierender Inflation.