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Kommentar: EM verschoben - Sensation wird zur Normalität

Kommentar : Sensation wird zur Normalität

Ein Fußball-Großereignis mal eben verschieben? Ein knappes Vierteljahr vor dem Eröffnungsspiel eine EM absagen? Was vor wenigen Wochen eine Sensationsmeldung gewesen wäre, ist heute eine Nachricht, die als erwartete Normalität aufgenommen wird.

Nichts macht deutlicher, wie sehr die Corona-Krise unser Leben, unsere Gesellschaft und damit auch den Fußball verändert. Wir sollten uns – nicht nur im Sport – daran gewöhnen, dass es so weitergeht.

Obwohl: So viele Stopp-Möglichkeiten bietet der Sport nicht mehr. Dennoch können Fans und Aktive, Vereine und Verbände, Profis und Hobbysportler, wesentliche Beiträge zur Bewältigung der Krise leisten. Zum Beispiel mit Verständnis für noch vor Kurzem als verständnislose eingestufte Einschnitte.

Und auch mit Verständnis für die handelnden Menschen in Politik, Verbänden und Vereinen, die – genau wie wir Normalbürger – mit einer Gefahr konfrontiert sind, für die es kein Beispiel gibt und erst recht keine Gebrauchsanweisung.

Einen Tag nach der schlüssigen Lagebeschreibung durch die DFL haben Welt- und Kontinentalverband des Fußballs die notwendige Konsequenz gezogren. So muss es weitergehen, denn die Krise wird weitergehen und sich zuspitzen.

Deshalb werden wir uns eines Tages auf das erste Geisterspiel freuen, weil es ein Meilenstein wäre auf dem Weg zurück in die Normalität wäre. Vorfreude auf Geisterspiele? Heute können wir uns das nicht vorstellen. Heute...