Kommentar Autonomes Fahren - schöne neue Autowelt?

Meinung | Düsseldorf · Das autonome Fahren klingt vielversprechend. Doch die Investitionen sollten lieber an anderer Stelle eingesetzt werden. Ein Kommentar.

 In die Umsetzung des autonomen Fahrens fließt viel Geld.

In die Umsetzung des autonomen Fahrens fließt viel Geld.

Foto: dpa/Daniel Naupold

Die Ergebnisse des Düsseldorfer Testprojekts „autonomes Fahren“ klingen nach Zukunft. Wer nicht schon angesichts der technischen Finessen ins Schwärmen gerät, den könnten die Versprechungen mitreißen, wonach demnächst unser aller Leben besser wird.  Durch Zeitgewinn, weil man sich auf andere Dinge als den Verkehr konzentrieren kann: lesen, einen Film sehen oder gar ein Nickerchen machen? Menschen, die heutzutage wegen ihres Alters oder einer Behinderung kein Auto lenken können, lassen sich vom smarten Auto abholen. Car-Sharing und damit der Verzicht auf das eigene Auto bekäme eine neue Dimension, könnte man den Wagen via App vors eigene Haus ordern. Computer errechnen Geschwindigkeiten für die perfekte grüne Welle. Energie wird gespart, Staus werden vermieden. Ebenso wie Unfälle. Denn, so weiß man, die allermeisten Unfälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.