LTV verspielt einen Sieben-Tore-Vorsprung

LTV verspielt einen Sieben-Tore-Vorsprung

Handball-Oberligist unterliegt Langenfeld.

Mit der 28:30 (14:11)-Niederlage gegen die Zweitvertretung des SG Langenfeld bekamen die Ambitionen des Handball-Oberligisten LTV Wuppertal gleich einen Dämpfer. Dabei hatte die Mannschaft um Spielertrainer David Kreckler die Partie gegen das aktuelle Team von Ex-LTV-Coach Dennis Werkmeister weitestgehend im Griff. Die mit zwei Kreisläufern agierenden Gäste konnten die Wuppertaler nicht überraschen. Mit einem gut haltenden Mathis Stecken setzten sich die Langerfelder nach einer anfänglichen „Abtastphase“ gut ab.

Als der LTV sich nach der 14:11-Halbzeitführung auch mit einem Blitzstart aus der Kabine zurückgemeldet hatte und mit 20:13 führte (37.), glaubte in der Buschenburg niemand daran, dass der Erfolg noch einmal in Gefahr geraten könnte. Doch ausgerechnet eine Überzahlsituation, die der LTV mit 0:2 beendete, brachte die Wende.

Gegen die nun 6:0 deckenden Gäste fand der LTV immer weniger Mittel. Plötzlich wackelte auch die Deckung und Stecken sah bei einigen Treffern unglücklich aus.

„Dennoch müssen wir das mit plus vier nach Hause bringen“, sagte Kreckler, der die Niederlage nicht fehlender Einstellung zuschrieb. „Aber jetzt sollte jeder kapieren, dass uns jeder als Favorit sieht und sich jeder reinhängt. Wir werden kein Spiel geschenkt bekommen“, sagte Kreckler, der das coachen auf der Bank übrigens Jens Buß überließ.

„Wenn Malte und ich spielen, sprechen wir uns immer im Vorfeld ab. Dann brauchen wir jemanden“, sprach der spielende Coach von einer möglichen Dauerlösung bei Bedarf. Aber auch Marc Ross könne dafür mal in Frage kommen, betonte der Coach, der auf Nachfrage, ob es sich dabei um eine offizielle Funktion handele, auf die Abteilungsverantwortlichen und den Betroffenen verwies. Dieser zog sich nach der Partie aber schnell zurück. Die Niederlage saß bei ihm offensichtlich - wie bei vielen - tief.

Besser lief es dagegen für die Zweitvertretung des LTV um ihren Trainer Marc Ross. Sie legte mit dem 33:23 (18:14)-Sieg gegen ETB SW Essen einen Start nach Maß hin und übernahm am ersten Spieltag die Tabellenführung der Verbandsliga. Da konnte der Abteilungsleiter auch gut darüber hinwegsehen, dass die Technik nicht funktionierte und der Spielbericht nicht abgeschlossen werden konnte.

LTV I: Stecken, Brunecker - Pack (3), Meurer (2), Görigk (6), Lorenz (1), Pauksch, Breenkötter, d`Avoine (4), Adolphs, Franzen (5), Theodoridis (3), Kreckler (3), Pauls (1).