Leichlingen investiert in Kindergärten

Zu wenig Plätze : Bedarf an Kita-Plätzen soll in Leichlingen bis 2022 gedeckt sein

Die Stadt schafft drei neue Kindergärten und will bestehende Angebote – auch baulich – ausweiten. Derzeit fehlen noch 110 Plätze.

Für Leichlinger Familien ist der Februar eine spannende Zeit. Denn in diesen Tagen werden die Zusagen für das kommende Kindergartenjahr verschickt. Ob das Kind einen Platz in der Wunscheinrichtung bekommt, ist in Leichlingen alles andere als sicher. Die Stadt kann den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen nicht decken, und zwar sowohl im Bereich U3 als auch Ü3. Eine Situation, die lange bekannt ist, und die die Stadt mit verschiedenen Projekten entschärfen möchte.

In einer Vorlage schlüsselt das Jugendamt die aktuelle Situation auf. Die Auswertung auf dem Portal „Little Bird“, über das die Stadt zentral die Kindergartenplätze vergibt, zeigt, dass für das neue Kindergartenjahr 2019/2020 insgesamt 110 Plätze fehlen, davon 95 U3- und 15 Ü3- Plätze. Um diese Versorgungslücke zu schließen, hat die Stadt verschiedene Projekte angestoßen.

Auf dem Plan: neue Gruppen
und ein kompletter Neubau

Dazu gehören die Schaffung einer sechsten Gruppe in der städtischen Kindertagesstätte „Am Büscherhof“ und einer achten Gruppe in der evangelischen Kindertagesstätte Brückenstraße für Kinder über drei Jahre.

Das Evangelisch-Freikirchliche Familienzentrum Kuhle erhält ebenfalls eine weitere Gruppe, eine Waldgruppe in einem Bauwagen mit bis zu 15 Plätzen für Kinder über drei Jahren. An der Ganztagsschule Uferstraße soll eine eingruppige Tageseinrichtung entstehen, auch die „Flohkiste“ soll eine Gruppe dazubekommen.

Komplett neu wird die Stadt am Wilhelm-Gödders-Weg bauen. Diese Einrichtung ist eng an die Kita „Am Büscherhof“ gekoppelt, denn dort sollen später die Kinder der fünften und sechsten Gruppe vom Büscherhof untergebracht werden. Für die Übergangszeit wird die Verwaltung an der Adresse Am Büscherhof Container aufstellen. Am Wilhelm-Gödders-Weg sollen vier Gruppen entstehen. Die Einrichtung wird von der Diakonissenstiftung Bethanien betrieben. Diese beteiligt sich maßgeblich an den Kosten, heißt es vonseiten der Stadt.

Verzögerungen gibt es bei der geplanten Kita im Neubaugebiet

Gerne würde die Stadt eine weitere Kita im Neubaugebiet „Am Rombergsweiher“ errichten. Allerdings gibt es dort noch Probleme. „Wegen der bisher ungeklärten Grundstücks- und Erschließungssituation können die Planungen bisher nicht weiter verfolgt werden“, teilt die Stadt mit. Schließlich ist eine weitere Kita an der Balker Aue geplant. Entstehen soll dort eine viergruppige Sport-Kita. Allerdings sind die Planungen hier noch ganz am Anfang, es wird also noch Jahre dauern, bis an diesem Standort Kinder betreut werden können.

Auch wenn die Situation für manche Familie aktuell noch schwierig ist, ist die Verwaltung zuversichtlich, dass sie „bei gleichbleibenden Geburtenzahlen bis zum Jahr 2022 den Bedarf an Betreuungsplätzen abdecken kann“. Für das Kindergartenjahr 2019/2020 geht die Stadt von 1022 Plätzen aus, für 2022/2023 rechnet sie mit 1234 Plätzen, die sie den Eltern anbieten kann.