Meinung: Silbereisen als Traumschiff-Kapitän: Besser wird’s nicht mehr

Meinung : Silbereisen als Traumschiff-Kapitän: Besser wird’s nicht mehr

Die ZDF-Kapitänsmütze für den ARD-Silbereisen wird nicht zur Spaltung der Gesellschaft reichen. Aber spannend ist das: Hier die einen, die in der Fusion aus dem quietschfidelen Schlagermann und dem TV-Lustdampfer die ausgereizte Vollkommenheit des Seichten erkennen.

Dort die anderen, denen Silbereisens Schunkelparaden so heilig sind wie das pünktliche Ablegen des Traumschiffs an Weihnachten und Neujahr.

Man muss das nicht zu hoch hängen, aber es dokumentiert, wie sich die Öffentlich-Rechtlichen abseits ihres Bildungsauftrags verstehen: Als Wunscherfüller für ein definiertes Sparten-Publikum, das dankbar nimmt. Motto: Die anderen schalten ohnehin nicht ein. Satiriker Harald Schmidt, der den Markt gnadenlos nutzt und seit Jahren selbstironisch auf dem Traumschiff durch die Südsee schippert, hat das erkannt. Kapitän Silbereisen?: „Fantastisch, ich gratuliere allen Beteiligten zu dieser Entscheidung.“

Ein Kommentar von Olaf Kupfer. Foto: Sergej Lepke
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