Kriegerin: Schonungsloser Blick auf die rechte Szene

Kriegerin: Schonungsloser Blick auf die rechte Szene

Auf ihrer Brust prangt ein Hakenkreuz — doch irgendwann kommen ihr Zweifel: Marisa (Alina Levshin), die Hauptfigur des Films „Kriegerin“, ist jung und hemmungslos brutal. Mit ihrer Clique aus prügelnden und saufenden Neonazis macht sie in einer ostdeutschen Kleinstadt Jagd auf Ausländer.

Doch ihr Weltbild bröckelt, als sie dem afghanischen Asylbewerber Rasul (Sayed Ahmad Wasil Mrowat) begegnet. Während die junge Svenja in die rechtsradikale Szene drängt, will sich Marisa daraus lösen. Und das ist schwieriger, als sie denkt.

Autor und Regisseur David Wnendt aus Gelsenkirchen ist für die Recherchen zu seinem Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam tief in die rechtsextreme Szene eingetaucht. Mit seinem mehrfach ausgezeichneten Debütfilm gewährt er einen schonungslosen Einblick in das Milieu, der durch die Ermittlungen rund um die Zwickauer Neonazi-Zelle aktuelle Brisanz bekommt.

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