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Dietl und „Stucki“: Neurotische Männerfreundschaft

Dietl und „Stucki“: Neurotische Männerfreundschaft

Berlin (dpa) - Helmut Dietl (67) und Benjamin von Stuckrad-Barre (36) fühlen sich seit der gemeinsamen Arbeit an der Hauptstadt-Satire „Zettl“ eng miteinander verbunden.

„Es war sofort klar, dass wir beide in einem hohen Maß neurotisch sind, und zwar auf eine Art, die sich gut ergänzt,“ sagte der Autor Stuckrad-Barre dem Magazin „GQ“ über die Männerfreundschaft, die beim Drehbuch zu der Komödie entstand. Regisseur Dietl („Schtonk“), der den viel jüngeren Kollegen „Stucki“ nennt, sieht die Basis der Beziehung in einer gemeinsamen Leidenschaft: „Wir interessieren uns beide geradezu fanatisch für Sprache. Wann immer einem von uns irgendwo eine Formulierung auffällt, rufen wir uns an.“

„Zettl“ startet am 2. Februar. Michael „Bully“ Herbig spielt darin einen so charmanten wie skrupellosen Hauptstadtjournalisten, der die Berliner Republik ordentlich aufmischt. Die Stadt Berlin sieht das Münchner Urgestein Dietl eher distanziert. „Es ist so, als ob man immer etwas versprochen bekäme von dieser Stadt“, sagte er in dem „GQ“-Interview. „Dann fährt man hin und denkt, jetzt ist was. Es ist aber nichts.“