„3096 Tage“ - Natascha Kampusch im Verlies

„3096 Tage“ - Natascha Kampusch im Verlies

Berlin (dpa) - Zehn Jahre alt war Natascha Kampusch, als sie für mehr als acht Jahre verschwand. Der arbeitslose Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführte das kleine Mädchen 1998 und hielt sie 3096 Tage, mehr als acht Jahre lang, in einem eigens gebauten Gefängnis im Keller seines Hauses in Wien gefangen.

Im Jahr 2006 konnte die inzwischen 18-jährige junge Frau fliehen. „3096 Tage“ ist die Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Natascha Kampusch. Der Film schildert ihre Verzweiflung, ihre Einsamkeit, die Hunger-Folter des Entführers, Drohungen und Vergewaltigung. Mit ihrem Buch und dem Film wollte Kampusch sich auch gegen Anfeindungen in Österreich wehren und die Sicht auf ihr Martyrium selber bestimmen.

Ein Teil des Drehbuchs stammt noch vom dem überraschend gestorbenen Produzenten Bernd Eichinger. Die Regisseurin Sherry Hormann setzte es zusammen mit ihrem Ehemann, dem Kameramann Michael Ballhaus, um.

(3096 Tage - Die wahre Geschichte der Natascha Kampusch, Deutschland 2013, Filmlänge ohne Angabe, FSK o.A.)

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