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Die Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis 2021 stehen fest

Verleihung : Die Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis 2021 stehen fest

Unter dem Vorsitz des Produzenten Wolf Bauer hat die Jury die Nominierungen für den 22. Deutschen Fernsehpreis ausgesprochen. Gewürdigt werden herausragende Programme sowie journalistische und künstlerische Einzelleistungen aus der TV-Saison 2020/21.

In insgesamt 28 Kategorien wurden die Preisanwärter:innen in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport benannt. Wer von ihnen den Deutschen Fernsehpreis 2021 erhält, wird am Donnerstag, 16. September, bei einer großen Open-Air-Show im Kölner Tanzbrunnen bekannt gegeben. In diesem Rahmen werden darüber hinaus ein Förderpreis wie auch der Ehrenpreis der Stifter vergeben. Die von Barbara Schöneberger moderierte Preisverleihung wird am selben Abend zeitversetzt ab 20.15 Uhr bei RTL ausgestrahlt.

Die Jury des Deutschen Fernsehpreises hatte bei ihren Nominierungen den Beobachtungs-zeitraum vom 1. Mai 2020 bis 30. Juni 2021 zu berücksichtigen. „Im zurückliegenden Corona-Jahr gab es eine erheblich gestiegene Programmnutzung bei allen Sendern und Plattformen. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen in der Produktion hat die Jury in allen Genres eine große Vielfalt an Themen und Stoffen in exzellenter Umsetzung gesehen. Eine bemerkenswerte Leistung der Kreativen, die unter den besonderen Umständen des Jahres gar nicht hoch genug zu bewerten ist“, so der Juryvorsitzende Wolf Bauer. „Die gesellschaftliche Stimmungslage spiegelt sich in einer neuen Ernsthaftigkeit, die sich auch in der Unterhaltung abbildet. Besonders gefreut haben wir uns über den gestiegenen Anteil der Fernsehmacherinnen, die rund 40 Prozent der Nominierungen auf sich vereinen.“

„In der Unterhaltung haben in neuen wie in etablierten Formaten gesellschaftliche Themen Einzug gehalten“, so Bauer. „Hier werden Gender und Diversity ebenso behandelt wie Sexismus, Antisemitismus oder der Pflegenotstand. Das ist innovativ und verleiht der Unterhaltung neues Gewicht.“

„Im Bereich Dokumentation sehen wir einen Trend zu Langformaten und seriellem Erzählen. Dabei gehen Analysen und Beobachtungen noch mehr in die Tiefe und überzeugen durch ihre hohe aufklärerische und formale Qualität. Hier wie auch in der Fiktion nimmt True Crime einen wachsenden Stellenwert ein“, erklärt Wolf Bauer. „In der Information überzeugen klassische Angebote mit bestem investigativem Journalismus und dem notwendigen Diskurs zur Einordnung des aktuellen Geschehens.“

„In der Fiktion waren Mehrteiler mit komplexen Geschichten, eigenständigen Bildsprachen und exquisiten Schauspieler:innen erfolgreich“, so Bauer. „Bei Drama- und Comedy-Serie wie in der gesamten Fiktion hat die Jury in diesem Jahr der Young Fiction, jungen Formaten und ihren Macher:innen, den Vorzug gegeben. Hier prägen Improvisation und Instant-Style auch im zweiten Corona-Jahr zahlreiche Produktionen. Im Fernsehfilm sehen wir ein breites Spektrum von gesellschaftlich relevanten Themen – von Vorurteilen, die zu Kränkungen und Diskriminierung führen, bis hin zu Spannungen zwischen Wendegewinnern und -verlierern im Osten Deutschlands.“

Die Nominierungen im Einzelnen können Sie hier nachlesen.