Harry Rowohlt erhält Prix Pantheon

Bonn (dpa) - Der Autor, Übersetzer und Vortragskünstler Harry Rowohlt (65) erhält den Kleinkunst- und Comedypreis Prix Pantheon 2011.

Die Auszeichnung mit dem Titel „Reif und Bekloppt“ wird vom Bonner Pantheon-Theater seit 1995 jährlich an einen Künstler vergeben, der sich „sein Leben lang treu geblieben ist“. Dies sei bei Rowohlt der Fall, da er selbst über seinen Erfolg sage: „Ich war schon vorher ein arrogantes Arschloch“, begründete die Pantheon-Jury ihre Wahl. Die Satire-Auszeichnung ist mit 4000 Euro dotiert.

Der 1945 in Hamburg geborene Rowohlt sei „ein Naturereignis - unwiderstehlich, überwältigend und ganz schön bekloppt“, beschrieb die Jury den Preisträger. Seine Lorbeeren verdiente sich Rowohlt vor allem mit literarischen Übersetzungen. So machte er Alan Alexander Milnes Kinderbuchklassiker „Winnie-the-Pooh“ als „Pu der Bär“ in Deutschland bekannt. Einen legendären Ruf haben auch Rowohlts Lesungen, von ihm selbst einmal als „Schausaufen mit Betonung“ bezeichnet. Aufgrund seines Spirituosen-Geschmacks wurde er 1996 zum „Ambassador of Irish Wiskey“ ernannt.

Bisherige Preisträger der Kategorie „Reif und Bekloppt“ sind unter anderem Harald Schmidt, Helge Schneider und Dieter Hallervorden. Daneben wird der Prix Pantheon auch als „Frühreif und Verdorben“, „Beklatscht und Ausgebuht“ sowie als TV-Publikumspreis vergeben. Die Preise sind eine Kooperation des Pantheon-Theaters mit dem WDR und mit insgesamt 13 000 Euro dotiert. Für die Verleihung ist am 7. Juni eine Gala-Veranstaltung in Bonn geplant.

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