Tönisheide: Karneval: Der BV Tönisheide sucht Helfer

Tönisheide : Karneval: Der BV Tönisheide sucht Helfer

Während der neue Wagen für den Umzug Gestalt annimmt, werden vor allem Jecken für die Besatzung sowie Radengel benötigt.

. Im Karneval auf Tönisheide war der Bürgerverein viele Jahre eine feste Größe. Doch nun ist der BV in Nöten: Für den Bau eines neuen Karnevalswagens, vor allem auch für dessen Besatzung sucht das Team um die Vorsitzende Monika Hülsiepen dringend Unterstützung. Erst 1972 formierte sich mit der KG Zylinderköpp der organisierte Karneval auf Tönisheide, davor setzte der Bürgerverein Akzente. Legendär waren die Sitzungen: Zusammen mit dem MGV Widerhall feierte man die fünfte Jahreszeit unter dem Motto „Närrisches Tönisheide“ in der „Kleinen Schweiz“. Der karnevalistische Bürgertreff unter Beteiligung verschiedener Vereine war über viele Jahre die größte Freiluftveranstaltung am Tulpensonntag.

Ein Muss war die Teilnahme
am Umzug in Tönisheide

Lange Zeit war es der erste Termin des Tages für das Stadtprinzenpaar, das schon traditionell den Sonntag mit dem Frühstück auf dem Tönisheider Kirchplatz begann und – meist im Beisein des Kinderprinzenpaares, der Karnevalsprinzessinnen aus der englischen Partnerstadt Corby sowie von Prominenz aus Rat und Verwaltung – mit dem Verleihen von Orden beschloss. Der karnevalistische Bürgertreff wurde vor neun Jahren eingestellt, inzwischen gestalten die Zylinderköpp den sonntäglichen Karneval auf dem Kirchplatz. Ein Muss war in den vergangenen Jahrzehnten die Teilnahme am Umzug, den die Tönisheider seit einigen Jahren schon am Sonntag veranstalten.

Frank Kauhaus steuert seit 23 Jahren den Lkw, der als Basis für den Wagen des Bürgervereins dient – „bis auf eine Ausnahme, als der BV eine Fußtruppe aufgestellt hatte“, erinnert sich der Tönisheider. Er ist maßgeblich am Bau des neuen Wagens beteiligt. Wie berichtet hatte der Bürgerverein 2007 zum hundertjährigen Bestehen eine Burg mit seinem Motto, dem Spruch der Musketiere „Einer für alle, alle für einen“ als fahrbaren Untersatz gestaltet. Diese Burg hatte insbesondere der Regen im vergangenen Jahr geschleift, so dass nun Ersatz her muss. Dabei ist die Konstruktion recht simpel: Das Fahrzeug ist ein Lkw mit Container, an den die bisherige Burg aus Spanplatten montiert wurden. Statt dieser Konstruktion sollen nun Holzrahmen am Wagen befestigt werden, auf die bedruckte Planen montiert sind, erläutert Kauhaus. Der Vorteil: Der Aufbau ist leicht montierbar und nimmt vor allem bei der Lagerung nicht so viel Platz ein wie die alte Burg. Mit dem Bau geht es inzwischen voran, wobei natürlich jede helfende Hand willkommen ist. Mehr Sorgen macht Monika Hülsiepen die Besatzung: „Wir brauchen möglichst zehn bis zwölf Leute, die oben stehen“, sagt die BV-Vorsitzende. Außerdem werden vier Radengel gesucht. Sie gehen während des Zuges neben dem Wagen her und passen auf, dass niemand - im schlimmsten Sinne des Wortes - unter die Räder kommt.

Es liegen schon Anmeldungen
für Fußgruppen vor

Janine Richardt, Vorsitzende der KG Zylinderköpp und Organisatorin des Tönisheider Karnevalszuges, kann sich den närrischen Lindwurm am 3. März schwerlich ohne den Bürgerverein vorstellen: „Der BV und die Zylinderköpp stellen in der Regel die beiden größten Wagen“, erläutert die Tönisheiderin, die bereits eine Reihe von Anmeldungen vor allem von Fußgruppen vorliegen hat – nicht nur aus Tönisheide, sondern zum Beispiel auch aus Wülfrath. Richardt ist optimistisch, dem Bürgerverein mit Jecken aushelfen zu können, die die Besatzung des BV-Wagens unterstützen, falls sich tatsächlich nicht genügend Mitfahrer finden. Nach wie vor beobachtet sie mit Spannung das Wetter, denn das entscheidet, wie die Kanalbaustelle auf der Nevigeser Straße vorankommt. Geht es nicht vorwärts mit den Bauarbeiten, könnte der Zug den üblichen Weg über die Schubertstraße nehmen, andernfalls würde die Route über die Antoniusstraße führen. Doch egal ob der Weg nun rechts herum oder links herum durch Tönisheide verläuft: In jedem Fall wollen die Jecken wie schon in den vergangenen Jahren zwei Mal die Runde absolvieren.