Dormagen: Rathaus-Galerie steht vor dem Umbruch

Pläne der ILG in Dormagen : Die Rathaus-Galerie verändert ihr Gesicht

Neuer Eigentümer will vieles umgestalten.

Die Rathaus-Galerie ist ab sofort zu annähernd 100 Prozent im Besitz der eigentümergeführten ILG Gruppe aus München. Der Spezialist für Handelsimmobilien, dem bereits ein ganzer Teil der Galerie gehörte, hat nun auch die Anteile der Dormagener Familie Allard erworben und übernimmt das Management des Einkaufszentrums komplett. Walter Allard hatte einst mit dem Bau einen Akzent gesetzt und das Gesicht der Stadt mitgeprägt. Center-Managerin bleibt Babett Arnold. Nun gehört nur eine Wohnung in dem Komplex nicht der ILG Gruppe. Über Details wie den Kaufpreis haben die Parteien Vertraulichkeit vereinbart.

Lauerbach teilte mit, dass sein Unternehmen gravierende Änderungen plane. Das Stichwort heißt „Refurbishment“. Hinter dem englischen Begriff verbirgt sich eine umfangreiche Sanierung und Umstrukturierung. Im Auftrag der ILG hat sich deren Berater, der Architekt Thomas Mattesich, um ein neues Gestaltungskonzept gekümmert, das im Laufe nächsten Jahres verwirklicht werden soll. „Die Rathaus-Galerie Dormagen soll ein warmer Ort werden, an dem man sich auch gerne länger aufhält“, so Mattesich. Um eine neue Atmosphäre zu schaffen, nehme ILG „ordentlich Geld in die Hand“, hieß es. Einige wesentliche Punkte werden sein:

Besserer Service

„Wir wollen die Toiletten für die Kunden massiv vergrößern“, kündigen Mattesich und Lauerbach an. Sie sollen im Untergeschoss, in der Nähe von Aldi, angesiedelt sein. Die angrenzende Tiefgarage, wegen ihrer schummrigen Beleuchtung derzeit in eher tristem Zustand, soll „farblich aufgewertet“ werden.

Mietermix

Die ILG strebt eine attraktivere Mischung bei den Geschäften und Verbesserungen bei den gastronomischen Angeboten an. Gerade die Gastronomie soll deutlich gestärkt werden. Das kann auch zu bautechnischen Veränderungen führen. Bereits vorhandene Mieter müssten nicht befürchten, aus der Galerie vertrieben zu werden, betonte Lauerbach. Der ILG geht es vorrangig darum, Leerstände zu beseitigen – mit sinnvollen Ergänzungen.

Flächen/Gebäude

Ziel sei zudem, Erd- und Obergeschoss der Rathaus-Galerie räumlich deutlicher miteinander zu verbinden, damit die Mall stärker als Einheit erkennbar werde. Vorgesehen sei auch ein einheitliches Lichtkonzept mit einigen Highlights, so Mattesich. Und: An den Zugängen zur Galerie werde es erkennbare Veränderungen geben. Besonders der Bereich zur Fußgängerzone soll in den Blick genommen werden. Die Genehmigungsanfragen will die ILG-Gruppe im Februar einreichen.

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