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Neue Podcast-Folge „Wülfrath im Gespräch“ mit Zeitzeuge Axel Neubauer

Podcast „Wülfrath im Gespräch“ : Im Gespräch mit... Zeitzeuge Axel Neubauer

Für die zweite Folge des Podcasts war Tanja Bamme bei Axel Neubauer zu Hause. Mit ihm spricht sie über seine Erlebnisse im zweiten Weltkrieg, seine Familie und darüber, warum es so wichtig ist mit Zeitzeugen wie ihm zu sprechen.

In Europa herrscht Krieg. Unschuldige werden umgebracht, Zivilisten getötet und Menschen in die Flucht getrieben. Russische Truppen marschieren in ukrainische Städte ein, die Menschen fliehen und suchen dort Schutz, wo sie nur können. Und die "westliche" Welt ist erschüttert. Wie fühlt sich die aktuelle Situation für jemanden an, der schon einmal Krieg miterlebt hat? Was denkt man, wenn man dieser Tage die Nachrichten liest und sich zurückerinnert fühlt an Tage, in denen es schon einmal so war?

In der zweiten Folge "Wülfrath im Gespräch" hat Tanja Bamme mit Axel Neubauer gesprochen. Axel Neubauer entstammt einer Nazi-Familie, sein Vater hat bei der Arbeitsfront als Buchhalter gearbeitet, sein Großvater war Diakon. Er selbst war Mitglied der Hitler-Jugend. Alles ganz normal für ihn, denn er wusste es ja nicht besser. Was der Krieg für Folgen hatte, wie grausam die Nazi-Herrschaft war und wie viele Menschen unter den Folgen gelitten haben und gestorben sind, wurde Axel Neubauer erst bewusst, als er in den Westen übersiedelte.

Mit Tanja Bamme spricht der heute 86-Jährige über seine Erlebnisse in dieser Zeit, über seinen Vater und seine Mutter und wie sehr der Krieg alle beeinflusst hat. Er erzählt von Gefangenentransporten, von Konzentrationslagern, von seiner Jugend in der Heimat Genthin - und macht klar, warum er das Vergangene nicht vergessen möchte.