Blackberry Passport: Quadratischer Touchscreen und Tastatur

Blackberry Passport: Quadratischer Touchscreen und Tastatur

Berlin (dpa/tmn) - Blackberry will die Fans seiner klassischen Tastaturen und professionelle Anwender zurückgewinnen. Das neue Modell Passport hat drei Reihen von Tasten mit Buchstaben - und zugleich einen großen berührungsempfindlichen Bildschirm.

Blackberry setzt bei seinem neuen Smartphone auf ein ungewöhnliches Format. Das am Mittwoch (24. September) vorgestellte Passport kombiniert ein quadratisches Touchscreen-Display mit neu entwickelter, physischer Drei-Zeilen-Tastatur am unteren Gehäuserand. Das Aussehen des Geräts wird vom 4,5 Zoll großen Quadrat-Display (knapp 11,5 Zentimeter) geprägt - und wirkt dadurch auf den ersten Blick auch deutlich breiter als es ist. Wie der Name andeutet, hat sich der Hersteller bei den Maßen am Format eines Reisepasses orientiert.

Getreu dem Fokus von Blackberry auf Unternehmenskunden soll der breite Bildschirm unter anderem die Arbeit mit Dokumenten erleichtern - in einer Zeile werden lesbar 60 Zeichen angezeigt. Neben Textdateien soll das auch bei der Arbeit mit Tabellen von Vorteil sein. Die Auflösung liegt bei 1440 mal 1440 Bildpunkten.

Als einen Vorteil des quadratischen Bildschirms sieht Blackberry auch, dass ein Drehen des Smartphones praktisch nicht mehr nötig ist. Um die Hardware-Tastatur auf drei Reihen beschränken zu können, sind Zahlen, Satz- oder Sonderzeichen als kontextabhängige Touchscreen-Tasten aufs Display ausgelagert. Die Tastatur funktioniert gleichzeitig als Touchpad, etwa zum Scrollen von Internetseiten im Browser.

Das Passport läuft mit dem Betriebssystem Blackberry 10, das vor eineinhalb Jahren debütierte. Das damals vorgestellte Touchscreen-Modell erwies sich jedoch als Ladenhüter. Nun setzt der Hersteller wieder auf die typische physische Tastatur. Für mehr Vielfalt bei Anwendungen können Nutzer auf Amazons App-Shop für Android zugreifen.

Bei der technischen Ausstattung des Passport setzt Blackberry unter anderem auf einen Quad-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,2 Gigahertz, auf einen drei Gigabyte großen Arbeitsspeicher sowie auf eine 13-Megapixel-Kamera. Das Smartphone soll 600 Euro kosten.

Mehr von Westdeutsche Zeitung