Neviges: Die Zukunft des Ordens in Neviges ist offen

Neviges: Die Zukunft des Ordens in Neviges ist offen

. Mit dem gesundheitlich bedingten Abschied von Pfarrer Bruder Frank Krampf Ende November rückten Fragen in den Fokus, die Tekla Lukannek, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates beim Neujahrempfang in Worte fasste und die seit Monaten viele Gläubige umtreiben: Wollen die Franziskaner den Standort Neviges behalten?

Wie lange noch? Ein Termin steht dazu im Sommer an, wenn sich die Franziskaner der deutschen Ordensprovinz zum alle drei Jahre stattfindenden Kapital treffen, um eine neue Führung zu wählen, Aufgaben zu verteilen und über die Zukunft des Ordens zu beraten. Auch über die künftige Leitung von Pfarrei und Wallfahrt in Neviges wird entschieden.

Dass die Personaldecke bei den Franziskanern stetig dünner wird, der Altersdurchschnitt steigt, ist nicht neu: „Die Provinz zählt derzeit 270 Mitbrüder“, berichtet Bruder Dietmar Brüggemann auf WZ-Nachfrage – und unterhält mit ihnen aktuell 32 Standorte: „Das ist auf Dauer kaum zu halten“, so der Franziskaner, obwohl bereits Klöster geschlossen wurden: „Wir brauchen Seelsorger, wir brauchen Leiter für all diese Einrichtungen“.

Acht Standorte gelten für die nächsten zehn Jahre als gesetzt

Mittlerweile gebe es drei Kategorien: Acht Standorte gelten für die nächsten zehn Jahre als fest gesetzt. Bei Gruppe zwei steht für den Erhalt die situative Perspektive im Blick. Für Häuser in Gruppe drei kann eine zeitnahe Schließung nicht ausgeschlossen werden. Neviges wurde zwischenzeitlich von der zweiten in die dritte Gruppe gesetzt. Das sei aber nicht in Stein gemeißelt, sagt Bruder Dietmar, sondern ein Vorschlag für das Kapitel und die neue Provinzleitung, die die Perspektiven der einzelnen Standorte ausloten werden.

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