Die Feuerwehr in Wülfrath wünscht sich Verstärkung

Wülfrath : Wülfrather Feuerwehr sucht Verstärkung

Wunsch ist, eine Mannschaftsstärke von 120 aktiven Kameraden zu erreichen.

Bei der Feuerwehr ist Teamgeist gefragt. Das ist kein Fall für Einzelgänger. „Kameradschaft wird bei uns groß geschrieben“, heißt es bei den Einsatzkräften rund um Wehrleiter Guido Großmann und seine beiden Stellvertreter Sven Salomon und Christian Dohle. Kein Zufall, dass viele aus dem Kreis der Aktiven bei der Wülfrather Feuerwehr noch mehr verbindet, als im Einsatz bei aller Präzision und fliegender Eile aufeinander zu vertrauen: So mancher hat über den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst – nicht selten schon von der Jugendfeuerwehr an – seinen Berufsweg gefunden, beispielsweise als Brandschutztechniker oder Mitglied einer Werksfeuerwehr.

Die Kameraden werben auch
im Internet für ihr Ehrenamt

Doch die Wülfrather Retter sind auf Unterstützung angewiesen. „Auch die Feuerwehr Wülfrath sucht jede helfende Hand“, haben sie unlängst sogar per Internet im sozialen Netzwerk um weitere Kameraden geworben; und weiter: „Wenn Du – bei der Feuerwehr kennt man nur das Du – Interesse an einem sehr wichtigen Ehrenamt in deiner Heimatstadt hast, dann komm doch einfach zur Wache an der Wilhelmstraße 8.“

Der Übungsabend beginnt dort jeden Dienstag um 19 Uhr. Wer mitwirken möchte, kann dann einfach einmal auf der Feuer- und Rettungswache vorbeischauen, um eine Vorstellung vom Team und der Arbeit zu bekommen. Auch die Jugendfeuerwehr hat wöchentlich, außer in den Ferien, ihren Mannschaftsabend.

Wunsch der Wülfrather Feuerwehr ist, eine Mannschaftsstärke von 120 aktiven Kameraden zu erreichen. Doch dazu bedarf es noch weiterer Mitglieder, die sich bei Wülfraths Freiwilliger Feuerwehr engagieren.

Derzeit zählt die Einsatzabteilung 85 aktive Mitglieder, ebenso viele wie im vergangenen Jahr. „Wir können moderne Geräte anbieten“, sagt Sven Salomon mit Blick auf Interessenten, die technisches Interesse mitbringen.

Die eigene Jugendfeuerwehr hat 35 Mitglieder. Hier besteht sogar eine Warteliste. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wülfrath könnte man sich obendrein vorstellen, eine Kinderfeuerwehr zu gründen, wie unlängst in Erkrath geschehen. Doch dazu bräuchte es Erzieherinnen mit entsprechender pädagogischer Ausbildung als Mitglieder.

Weniger Brände, dafür mehr technische Hilfeleistungen

Zu 539 Einsätzen rückte Wülfraths Feuerwehr im vergangenen Jahr aus, 2016 waren es noch 458 Einsätze. Gleichwohl ist die Zahl der Brandeinsätze 2017 von 69 auf 51 zurückgegangen. Ein Trend, der sich auch in diesem Jahr fortsetzen dürfte. Den größten Teil machen folglich technische Hilfeleistungen aus wie Verkehrsunfälle, Ölspuren, das Beseitigen eines umgestürzten Baumes und das Öffnen einer Tür, um den Rettungsdienst zu unterstützen.

Zu dem höchst umfänglichen Einsatzspektrum gehört aber ebenso die Katze, die sich vom Baum nicht mehr heruntertraut, oder das Ausleuchten eines Tatortes für die Polizei. Es gibt fast keinen Einsatz, den die freiwillige Feuerwehr der Kalkstadt noch nicht abgearbeitet hat.

Wie die Retter schildern, ist dennoch kein Einsatz die Kopie eines anderen. Sie stellen fest: „Es gibt immer wieder andere Situationen. Jeder Einsatz ist ein bisschen anders.“ Deshalb trainiert die Feuerwehr jeden einzelnen Handgriff, um die komplexen Abläufe so perfekt wie möglich einzustudieren – vor allem, wenn es richtig schnell gehen muss. „Das Team“, das betonen die Aktiven, „muss sich blind verstehen.“

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