Defekte Erdkabel sorgen in Grefrath für Stromausfälle

Grefrath : Defekte Erdleitungen verursachen Probleme

Der Bauausschuss hat jetzt 35 000 Euro zur Reparatur alter Leitungen beantragt.

In jüngster Zeit haben die Beschwerden in Grefrath zugenommen, wenn es vor Häusern oder Mietwohnungen abends oder frühmorgens dunkel blieb: Die Laternen, teils auf ganzen Straßenzügen, waren defekt (die WZ berichtete). Dies war für die CDU mit der Fraktionsvorsitzenden Wilma Hübecker und Manfred Wolfers junior der Anlass, auf diese Missstände hinzuweisen, wie jetzt im Bau-, Planungs- und Umweltausschusses.

So sollen nun für die Erneuerung der defekten Stromversorgung 35 000 Euro im Etat bereitgestellt werden. Bauamtsleiter Norbert Enger hatte den Antrag unterstützt und darauf hingewiesen, dass es vor allem im Ortsteil Mülhausen zu großen Problemen, Kurzschlüssen und Kabelstörungen gekommen sei – zuletzt oft, wenn von der Deutschen Glasfaser beauftragte Firmen neue Leitungen verlegten und dabei Elektroleitungen meist aus den 1950- oder 1960er-Jahren zerstörten. In Regress könne man die Firmen nicht nehmen, meinte Enger auf Einwand der SPD: „Denn es gibt keine alten Leitungspläne mehr, die Arbeiter wissen also nicht, in welcher Tiefe sich im Erdboden die alten Stränge befinden.“

Die SPD verweist auf eventuell einzustreichende Fördergelder

Für den Anfang will man mit den 35 000 Euro gröbste Schäden beheben. Einig war sich der Ausschuss, dass die Gemeindeverwaltung auch für die anderen Gemeindeteile ein Sanierungskonzept vorlegen soll. Obgleich es schwierig sein werde, so Enger, ein detailliertes Konzept zu erstellen. Man könne schließlich nicht vorab überall nachsehen. Die SPD will dafür auch in den nächsten Jahren Gelder bereitstellen; Fördermittel seien zu prüfen.

Vom Ausschuss wurde noch darum gebeten, dass den Anwohnern auf der Internetseite der Grefrather Gemeindeverwaltung der Ansprechpartner bei Stromausfällen mitgeteilt wird. Oftmals würde bei den Gemeindewerken angerufen; diese seien dafür aber nicht zuständig. Enger erklärte, dass es dazu bereits ein Kontaktformular für die Bürger gebe.

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