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VW Beetle Cabrio: Der Sonnensucher

VW Beetle Cabrio: Der Sonnensucher

Der offene Beetle bereichert die Cabrio-Szene und startet ab 21 350 Euro.

Düsseldorf. Sechzehn Monate nach dem Start des Beetle, von dem inzwischen etwa 100 000 Fahrzeuge weltweit verkauft wurden, steht nun die aktuelle Generation als Cabrio bei den deutschen Händlern.

Das erste zaghafte Obenohne-Vergnügen beginnt bei 21 350 Euro mit einem 105- PS-Benziner. Rechnet man alle Motor- und Getriebevarianten der drei Benziner und zwei Diesel einschließlich ihrer fünf Ausstattungsversionen und Sondermodelle zusammen, so kann das Cabrio in stolzen 71 Ausführungen geordert werden. Die Preisliste nach oben schließt der 200- PS-Benziner als Exclusive Sport für 34 675 Euro.

Mini, Fiat 500 oder Citroen DS3 als Alternative zum offenen Beetle? Nein, meint VW, zu klein. Die Wettbewerber sehen die Niedersachsen eher im eigenen Haus bzw. Konzern durch den offenen Golf, einschließlich GTI und - wenn auch teurer - dem Golf R Cabriolet, aber auch im Eos oder einem Audi A3.

Woraus VW kein Hehl macht, ist die Klientel. Bislang galten sowohl der offene Käfer als auch das New Beetle Cabrio, die zusammen auf ca. 566 000 Zulassungen kamen, eher als Frauen-Autos. Autos, die Männer fahren, fahren auch Frauen gern, meint VW. Deshalb sollen mit der dritten Generation des Frischluft- Käfers mehr Männer hinters Steuer. Dafür wirbt VW auch mit dem Design.

Der Beetle steht breit auf den Rädern, wirkt durch das etwas flachere Dach kräftiger. Obwohl der Trend zum Blechdach geht, hält VW am Stoffverdeck fest. Das aus mehreren Schichten gefertigte Softtop sitzt perfekt, lässt kaum Geräusche ins Innere. Alltagstauglich rund ums Jahr - treffender hätte der erste Test nicht ausfallen können. Ausgerechnet dort, wo man um diese Jahreszeit viel Sonne erwartet, begleiteten Schnee und teilweise heftiger Regen die Ausfahrt.

Die Außennähte zwischen Mittelbahn und Seitenteilen mussten als Regenrinnen herhalten. Umso geborgener fühlt man sich unter dem gefütterten Stoffdach hinter der steilangestellten Frontscheibe.

Wer das Cabrio-Vergnügen sucht, scheut schlechtes Wetter nicht. Und so bleibt der Griff zum elektrischen Schalter nicht aus: In 9,5 Sekunden ist das Dach unten. Elf Sekunden braucht das Verdeck mit der beheizbaren Glasheckscheibe zum Schließen. Schaltet die Ampel auf Grün und es beginnt — wie gehabt — wieder zu tröpfeln, kann man das Dach während der Fahrt bedenkenlos schließen, falls der Tacho nicht mehr als 50 km/h anzeigt.