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Subaru Forester: Der Wald ruft

Subaru Forester: Der Wald ruft

Mit dem frischen Forester setzt der Allrad-Spezialist seine Tradition fort.

Düsseldorf. Fuji Heavy Industries, die Subaru-Mutter, gehört in Deutschland sicher nicht zu den Anbietern, die andere Hersteller mit gigantischen Umsätzen das Fürchten lehren. 2012 gingen etwa 9 500 Autos der Marke an deutsche Kunden — quer durch die komplette Angebotspalette. Doch das hat die Japaner noch nie geschreckt. Und so wird mutig die nächste Auflage des Forester in die Schauräume geschoben.

Der bewährte Allrad-Kombi hat 1997 das Segment der SUV mit herausgebildet. Die Käufer genießen die hohe Sitzposition und das dank des permanenten Allradantriebs fast narrensichere Fahrverhalten. Der Forester punktet nun auch mit noch mehr Sitzkomfort. Radstand und Wagenlänge haben um wichtige Zentimeter zugelegt, was sich in verbesserter Beinfreiheit in Reihe 2 bemerkbar macht.

Die Vordertüren öffnen fast im 90-Grad-Winkel und die Sitzfläche liegt nahezu auf Gesäßhöhe, was den Einstieg komfortabel macht. Mit einem Trick kommt nun auch jeder sauber in den Wagen: Eine Schürze am unteren Türbereich deckt den Schweller ab und verhindert dessen Verschmutzung.

Der Forester hat schon immer brillantes Straßenfahrverhalten mit robuster Geländetauglichkeit verbunden. Mit 22 Zentimetern Bodenfreiheit schreckt den Waldläufer so schnell nichts. Das aktuelle Modell bringt zudem eine technische Leckerei mit. Sie nennt sich X-Mode, ist über Tastendruck aktivierbar und steuert ohne weiteres Zutun des Fahrers im schweren Gelände, bei extremen Steigungen und fehlender Traktion das Motormanagement und den Bremseingriff.

Wie immer setzt Subaru auf die Vierzylinder-Boxer-Motoren. Gegenläufige Kolben sorgen hier für Laufruhe und der tiefe Schwerpunkt des Motors für eine ausgeglichene Masseverteilung im Wagen. Angeboten werden zwei Benziner und ein Diesel, Sechs-Gang-Handschaltung und ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe — das allerdings nur für die Benziner.

Die Triebwerke leisten 147 PS (108 kW) als Selbstzünder sowie 150 PS ( 110 kW) oder 240 PS (177 kW) als Benziner. Den stärksten Benziner bringt Subaru neu auf den deutschen Markt. Er befeuert das Modell XT, ist ein Turbo- Vierzylinder und kommt in Serie mit der CVT-Automatik. Die ist für die enorme Leistung mit verstärkten Bauelementen versehen und leistet hervorragende Arbeit. CVT steht übersetzt für kontinuierlich- variable Kraftübertragung, sie schaltet also stufenlos.

Ein gleichmäßiger Druck aufs Gaspedal schiebt den Wagen ohne Schaltrucken bis auf das gewünschte Tempo. Der Turbobenziner legte sich auf knapp neun Liter fest, der Saug-Benziner pendelte sich bei gut acht Litern ein. Der Selbstzünder soll es auf knapp sechs Liter schaffen.

In puncto Komfort liefert der Forester solide Qualität. Die Sitze sind straff, sehr gut im Seitenhalt und hochwertig bezogen — optional auch mit Leder. Die Materialien im Innenraum folgen dem Prinzip der Funktionalität: haptisch und optisch einwandfrei, aber noch nicht Oberklasse. Ab Variante „Platinum“ gibt es nun auch die elektrische Heckklappe, die sich zudem in der Öffnungshöhe individuell einstellen lässt.