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Renault Mégane Coupé-Cabriolet: „French Open“ in der Kompaktklasse

Renault Mégane Coupé-Cabriolet: „French Open“ in der Kompaktklasse

Wer Cabrios mag, wird mit dem Mégane Coupé-Cabriolet gut bedient.

Düsseldorf. Es ist schon was dran: In Frankreich dauern Frühling und Sommer einen Tick länger als hierzulande. Vielleicht haben die Franzosen daher auch ihre ausgeprägte Vorliebe für automobiles „Oben ohne“. Und sie haben Gefühl dafür, wie man ein elegantes Cabrio auf die Räder stellt.

Das Mégane Coupé-Cabriolet vereint reizvoll die Vorzüge eines schnittigen Sportcoupés mit dem Spaß eines offenen Gleiters. Der Weg dorthin dauert übrigens gerade mal gute 20 Sekunden. Dann ist das Glas-Metall- Dach formschlüssig versenkt, ohne dass man sich die Finger schmutzig gemacht oder die Nägel lädiert hätte. Einziger Nachteil: Die Hälfte des Kofferraums geht für die eingefaltete Haube drauf.

Die verbleibenden 211 Liter reichen aber völlig für Picknickkorb und Badesachen. Wer seine Strecke geschlossen fährt, ist mit 417 Litern noch passabel bedient. Aber daran misst man ein Cabrio wohl eher selten. Wichtig eher: Greift der Fahrtwind bei offener Tour und Tempo 120 ordnend in die Frisur oder nicht? Er tut es nicht, und er zieht auch nicht lästig über den Nacken - dem kleinen Windschott sei Dank.

Das Mégane Cabrio ist offiziell ein Viersitzer - eine Platzordnung, die man aber nur im Notfall ausreizen sollte. Denn selbst normalgebaute Front-Passagiere müssen die Sitze weit nach hinten schieben, was Fondgästen gehörig Beinfreiheit raubt. Auch möchte man unter geschlossenem Verdeck in der zweiten Reihe nicht von Kopffreiheit sprechen.

Die Instrumentierung leiht sich das Cabrio vom Standard-Mégane. Soll heißen: Analoger Tourenzähler und digitaler Tacho gehen eine recht eigenwillige optische Symbiose ein und kratzen etwas am Charme des sonst so eleganten Autos. Aber irgendwo her muss der günstige Preis ja kommen. Ansonsten sind Schalter, Knöpfe und Tasten übersichtlich und logisch funktionell angeordnet.

Vier Benziner und drei Diesel lassen Spielraum für die Umsetzung der Triebwerkswünsche. Der getestete 130-PS-Diesel (96 kW) mit 1,8 Litern Hubraum geht ausgeschlafen ans Werk und zeigt auch keine Neigungen zu Turbolöchern. Mit knapp sieben Litern Schnittverbrauch blieb er aber klar über den Werksangaben.

Je nach Motor und Ausstattung geht der Cabrio- Spaß bei Renault ab 24 990 Euro los. Wer alles will, ist mit 33 690 Euro für den stärksten Diesel in der GTAusführung aber immer noch fair bedient. raw