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Tüv Report: Nissan Qashqai verbessert seine HU-Bilanz

Baujahr 2007 bis 2021 : Tüv Report: Nissan Qashqai verbessert seine HU-Bilanz

Er ist ein Vorreiter unter den kompakten Crossover-Autos und vergleichsweise günstig zu haben. Doch, Obacht: Bei der HU schneidet der Nissan Qashqai insgesamt nur mittelmäßig ab.

Er ist ein Trendsetter mit einem gewöhnungsbedürftigen Namen: Der Nissan Qashqai zählt zu den Vorreitern der kompakten Crossover und fand bei den Kunden gleich zum Modellreihenstart im Jahr 2007 großen Anklang, was auch seinen vergleichsweise günstigen Preisen zu verdanken war.

Doch in die Bilanz sollte ebenso das Abschneiden bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) eingerechnet werden, und das ist mittelmäßig - mit Besserungstendenzen bei der zweiten Generation.

  • Modellhistorie: Der erste Qashqai startete 2007. Mehr Bodenfreiheit und einen überarbeiteten Innenraum brachte die Modellpflege 2010. Im Jahr 2014 rückte die zweite Generation nach, die 2017 geliftet wurde. Seit Sommer 2021 ist die Drittauflage im Handel.
  • Karosserievarianten: Als Crossover - oder Kompakt-SUV - ist der Japaner ein Auto mit fünf Türen und angehobener Karosserie. Die erste Generation war auch als Siebensitzer Qashqai+2 mit verlängerter Karosserie im Verkauf.
  • Abmessungen: 1. Generation: 4,32 m bis 4,54 m x 1,78 m x 1,61 m bis 1,65 m (L x B x H), Kofferraumvolumen: 410 l bis 1513 l (Qashqai+2: 130 l bis 1520 l); 2. Generation: 4,38 m bis 4,39 m x 1,81 m x 1,59 m bis 1,60 m (L x B x H), Kofferraumvolumen: 430 l bis 1585 l.
  • Stärken: „Aufwärtstrend erkennbar“, so überschreibt der „Auto Bild Tüv Report 2022“ das Qashqai-Kapitel. Bedeutet: Die zweite Generation hat eine bessere HU-Bilanz. Die Achsaufhängungen ernten niedrige Mängelquoten, ebenso die Funktion von Fuß- und Feststellbremse.

Bei Bremsleitungen und -schläuchen schneidet auch die Erstauflage gut ab, die auffallend niedrige Bemängelungsquoten sonst nur bei Federn und Dämpfern vorweist.

  • Schwächen: Weil er oft bei der Abgasuntersuchung (AU) patzt, ist die Umweltbilanz des Qashqai der zweiten Generation mies und ab der zweiten HU fährt er außerdem oft mit maroden Bremsscheiben und Mängeln an der vorderen Beleuchtung vor.

Den Vorgänger plagen ab der vierten HU marode Lenkgelenke und schwächelnde Achsaufhängungen. Vordere Beleuchtung und Rückleuchten sind weitere Problemzonen.

  • Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik landen Exemplare der Erstzulassungsjahre 2007 bis 2010 sowie 2014 und 2015 auf guten Plätzen, der Rest im Mittelfeld. Als einzige Pannenschwerpunkte nennt der Autofahrer-Club: auffällig häufig auftretende Probleme mit der Batterie (2016 bis 2019).
  • Motoren: 1. Generation: Benziner (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 84 kW/114 PS bis 104 kW/141 PS, Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 76 kW/103 PS bis 110 kW/150 PS; 2. Generation: Benziner (Vierzylinder mit Frontantrieb): 85 kW/115 PS bis 120 kW/163 PS, Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 81 kW/110 PS bis 110 kW/150 PS.
  • Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Nissan Qashqai 1.5 dCi Tekna 4x2 (2015); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 122.000 Kilometer; 12.850 Euro

- Nissan Qashqai 1.7 dCi Tekna 4x4 (2019); 110 kW/149 PS (Vierzylinder; Euro 6d-Temp); 61.000 Kilometer; 22.700 Euro

- Nissan Qashqai 1.2 DIG-T Visia 4x2 (2015); 85 kW/115 PS (Vierzylinder); 101.000 Kilometer; 9300 Euro

© dpa-infocom, dpa:220919-99-821255/4

(dpa)