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Familien-Van: Der Ford S-Max im Gebrauchtwagen-Check

Familien-Van : Der Ford S-Max im Gebrauchtwagen-Check

Der S-Max ist ein Familienvan für Väter und Mütter, die gerne schneller unterwegs sind. Sofern er keine Panne hat. Die Modelle sind nämlich überdurchschnittlich anfällig für Mängel.

Der S-Max ist bei Ford der sportlichere Van unterhalb des familienzahmen Galaxy. Aber Kind und Kegel kann er transportieren, denn es gibt ihn optional mit dritter Sitzbank. Mit Blick auf die Mängelstatistik offenbart der S-Max Schwächen, wobei jüngere Exemplare hier noch besser abschneiden.

Modellhistorie: Seit 2006 auf dem Markt, bekam der auf dem Mondeo basierende S-Max 2010 seine erste Modellpflege (unter anderem mehr Assistenzsysteme und neue Optik). 2015 rückte der leicht gewachsene S-Max II nach, der 2018 überarbeitet wurde. Seitdem erfüllen die Motoren die Abgasnorm Euro 6d-Temp.

Karosserievarianten: Den S-Max gibt es ausschließlich als Kombi im Zuschnitt eines Vans. Regulär ein Fünfsitzer, weitere zwei Sitzplätze sind in beiden Generationen optional.

Abmessungen: 1. Generation: 4,77 m x 1,88 m x 1,66 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 285 l bis 2000 l; 2. Generation: 4,80 m x 1,92 m x 1,66 m (LxBxH); 165 l bis 2200 l.

Stärken: Viel einladen und gleichzeitig den Sportler markieren, das geht mit dem S-Max. Denn in ihn passt nicht nur eine Menge herein, er lenkt präzise und hat ein fein, aber straff abgestimmtes Fahrwerk - dieses macht bei der Hauptuntersuchung (HU) laut „Auto Bild TÜV Report 2020“ zumindest beim S-Max II auch keine Probleme. Als weitgehend solide und haltbar gelten die Bremsen.

Schwächen: Die Bilanz, die der Report zieht, ist dennoch eher negativ: „Am S-Max finden die Prüfer in allen Jahrgängen stets mehr erhebliche Mängel als durchschnittlich.“. Bei der ersten Generation in der Kritik: Achsaufhängungen, Lenkungen, Spurstangenköpfe. Ab der vierten HU schwächeln die Federn. Bei der zweiten Generation bereits zur ersten HU oft bemängelt: die Beleuchtung, die Bremsscheiben und der gegenüber dem Durchschnitt dreifach erhöhte Ölverlust.

Pannenverhalten: Eher trübe Aussichten für Käufer eines gebrauchten S-Max sagt der ADAC voraus, der mit Blick auf seine Pannenstatistik schreibt: „Der S-Max schneidet mehrfach sehr schlecht ab, von 2011 bis 2014 reicht es immerhin für’s Mittelfeld.“

Pannenanfällig seien vor allem ältere Exemplare. Bei Autos mit Erstzulassung 2009 etwa sind Abgasrückführung, Anlasser, CAN-Bus (Netzwerksystem), Einspritzung, Kraftstofffilter, Feststellbremse oder Ladedruckregelung defektbehaftet. Für Panneneinsätze sorgten außerdem die Batterie (2009 bis 2014 und 2016), die Kraftstoffpumpe (2009 bis 2011), der Motor allgemein (2009, 2010 und 2013), die Partikelfilter sowie die Wegfahrsperre (beides 2009 und 2010).

Motoren: 1. Generation: Benziner (Vier- und Fünfzylinder, Frontantrieb): 107 kW/145 PS bis 176 kW/240 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 85 kW/115 PS bis 147 kW/200 PS; Flexifuel (Benzin- und Ethanolbetrieb, Vierzylinder, Frontantrieb): 107 kW/145 PS; 2. Generation: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 118 kW/160 PS bis 177 kW/240 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 88 kW/120 PS bis 177 kW/240 PS

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - S-Max 2.0 Ecoboost SCTi Titanium (2013); 149 kW/203 PS (Vierzylinder); 114 000 Kilometer; 12 450 Euro - S-Max 2.2 TDCi DPF Titanium (2015); 147 kW/200 PS (Vierzylinder); 98 000 Kilometer; 14 550 Euro - S-Max 1.5 EcoBoost Trend Start/Stopp (2018); 118 kW/160 PS (Vierzylinder); 33 000 Kilometer; 19 400 Euro

(dpa)