Die Schüler der Klasse 6e an der Gesamtschule Else Lasker Schüler haben ein ganz besonderes Projekt angestoßen: zur Berufsorientierung laden sie sich Menschen mit unterschiedlichen Jobs ein, um diese aus erster Hand kennenzulernen.

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Wie arbeitet eigentlich ein Zahnarzt? Die Klasse 6e an der Else-Lasker-Schüler Gesamtschule in Wuppertal laden sich unterschiedliche Berufsgruppen in den Unterricht ein, um diese aus erster Hand kennenzulernen.

Wie arbeitet eigentlich ein Zahnarzt? Die Klasse 6e an der Else-Lasker-Schüler Gesamtschule in Wuppertal laden sich unterschiedliche Berufsgruppen in den Unterricht ein, um diese aus erster Hand kennenzulernen.

Wie arbeitet eigentlich ein Zahnarzt? Die Klasse 6e an der Else-Lasker-Schüler Gesamtschule in Wuppertal laden sich unterschiedliche Berufsgruppen in den Unterricht ein, um diese aus erster Hand kennenzulernen.

Die Klasse 6e der Gesamtschule Else Lasker Schüler ist eine besondere Klasse. Sie ist die erste Gl-Klasse in unserer Stadt, in NRW und ich glaube sogar in Deutschland. Gl steht für Gesellschaftslehre, das heißt wir beschäftigen uns im Unterricht besonders mit Geschichte, Geographie, Sozialkunde und Wirtschaftskunde.

Damit wir das tun können, arbeiten wir viel in Projekten und machen Unterricht, der ein Thema in mehreren Fächern behandelt. Wir machen auch bei verschiedenen Aktionen mit. So haben wir mit Schülern aus anderen Klassen zusammen einen Stuhl im Wuppertaler Opernhaus bezahlt.

Das haben wir mit Sponsorenlesen gemacht. Jeder Schüler unserer Klasse hat mehrere Bücher gelesen und sie den anderen vorgestellt und Kinder genannt, bei denen er sich gut vorstellen konnte, dass dieses Buch was für dieses Kind sein könnte. Nach dem Vorstellen, haben sie ein Zertifikat bekommen, das bestätigt, dass sie das Buch gelesen und vorgestellt haben. Das Zertifikat wurde von unserer Schulleiterin unterschrieben und dann an die Leute weitergeleitet, die uns dafür, dass wir gelesen haben, Geld gegeben haben. Zum Beispiel die Sparkasse in Vohwinkel. Die haben uns dann für jedes gelesene Buch fünf Euro gegeben.


Außerdem haben wir noch ein ganz großes Projekt, das nur unsere Klasse macht. Das Projekt nennt sich Berufsorientierung in der Orientierungsstufe, aber wir nennen es: Berufe von A-Z. Wir wollen in der fünften und sechsten Klasse 100 verschiedene Berufe kennen lernen und haben damit im zweiten Halbjahr von der fünften Klasse angefangen.

Bis zu den Sommerferien versuchen wir, es zu schaffen. Was wir schon jetzt geschafft haben ist es fast sechzig Berufe kennen zu lernen. Wir haben Ideen bekommen, was wir vielleicht später mal werden wollen. Einige wissen das schon richtig gut und wissen auch, in welchen Fächern sie sich dafür noch mal anstrengen müssen und schreiben dann solche Ziele in ihr Lerntagebuch. Einige überlegen, dass sie bei einem bestimmten Beruf vielleicht ihr Praktikum machen. Wir gehen in die Firmen oder in die Fabriken oder in die Arztpraxis und ins Krankenhaus oder in die Autowerkstatt oder die Menschen kommen zu uns und stellen ihren Beruf vor und bringen Sachen mit, damit wir uns das, was sie machen besser vorstellen können.

Wir wollen wissen: Was macht eigentlich ein ……… ?

Und dann stellen wir Fragen zu dem Beruf, was die machen und dann lernen wir zum Beispiel auch neue Verben kennen.

Wir haben schon gelernt, dass man organisieren und strukturieren und präsentieren muss und das üben wir auch selber und stellen dann das vor, was wir über die Berufe gelernt haben zum Beispiel, wenn die neuen fünften Klassen kommen. Und wir müssen immer viele Arbeitsblätter ausfüllen, damit wir zeigen, was wir behalten haben.

Dieses Projekt hat vielen Schülern der Klasse schon geholfen, darüber nachzudenken, ob ein bestimmter Beruf nicht auch was für sie wäre. Zum Beispiel hat Mazlum nach dem Besuch des Architekten bei uns in der Schule von dem Architekten gehört, dass er ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat und er möchte das gerne noch mehr lernen und macht jetzt noch lieber Mathe und Nawi und Mariem kann sich jetzt gut vorstellen, dass sie in einer Apotheke arbeitet, nachdem Frau Vogelsang und ihre Mitarbeiter aus der Mohrenapotheke uns einen ganzen Tag in ihrer Apotheke gehabt haben und wir Salben und Tees selber herstellen durften. Nechirvan will Zahnarzt werden, weil beim Tag der offenen Tür ein Team aus der Zahnarztpraxis von Alexander Paulus da war und uns beigebracht hat, was ein Zahnarzt und ein Zahntechniker und eine Zahnmedizinische Fachangestellte macht.

In dieser Woche war Herr von Kolson aus der WZ da und seitdem wissen wir, was einen Journalisten von einem Redakteur unterscheidet und wie in einer Zeitung gearbeitet wird. Und wir haben sofort Ideen gehabt, zu wem in der Klasse das passen könnte.

Zwischen Apotheker und Zahnarzt werden wir in den nächsten Wochen noch viele Berufe kennen lernen. Auch Eltern aus der Klassee haben ihre Berufe vorgestellt und zwei kommen noch. Kommen Sie doch auch mal bei uns vorbei und erzählen uns, was sie machen.


Wir sind ganz gespannt.


 

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